Museum DASMAXIMUM. KunstGegenwart

Bild Nordhalle und John Chamberlain
Nordhalle und John Chamberlain, BURNTPIANO, um 2007, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto Franz Kimmel

Kontakt

Museum DASMAXIMUM. KunstGegenwart
Fridtjof-Nansen-Str. 16
83301 Traunreut

Telefon: +49 8669 1203 713
E-Mail: mail@dasmaximum.com
http://www.dasmaximum.com

Leitung:
Frau Dr. Löffler

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Öffnungszeiten

April – September
Samstag und Sonntag 12-18 Uhr
Für Gruppen jederzeit nach Vereinbarung

Oktober – März
Samstag und Sonntag 11-16 Uhr
Für Gruppen jederzeit nach Vereinbarung

Winterpause
1. Dezember – 1. Januar

Eintritt

Erwachsene: 8,– €
Ermäßigt: 5,– €
Familien (2 Erw. + Kinder): 12,– €
Kinder (Schulkl. ab 7. Kl.): 2,– €


Beschreibung

Bild DASMAXIMUM Neue Halle
DASMAXIMUM Neue Halle mit Arbeiten von Walter De Maria (c) Estate of Walter De Maria Foto Velux (mr)

Seit Juli 2011 besitzt Traunreut ein Museum, das auch der Landeshauptstadt zur Ehre gereichen würde. Heiner Friedrich, Sohn des Alzmetall-Gründers Harald Friedrich und legendärer Kunstmäzen, errichtete 2010 die Stiftung DASMAXIMUM, die in Traunreut große Werkgruppen von neun deutschen und US-amerikanischen Künstlern ausstellt.

Dafür wurden die historischen Werkshallen saniert, die – nach ihrer Nutzung als Depot in den Gründungsjahren Traunreuts – der Firma Harald Friedrich als Produktionsstätten des „Spatz”-Kleinwagens gedient hatten und noch bis Ende der Neunziger Jahre industriell genutzt wurden.

Zu den insgesamt gut 4.300 m² Ausstellungsfläche gehört heute auch der noch von Harald Friedrich angekaufte Holzstadel, das Altenmarkter Schulhaus der Nachkriegsjahre. Mit seinen kleinen Fenstern und der Lage am Wald ermöglicht er die vollständige Installation der „European Couples” von Dan Flavin, ohne das Tageslicht auszuschließen. Flavin, der Pionier der Lichtkunst, gehörte in den 1960er Jahren zu den ersten von Heiner Friedrich ausgestellten Künstlern – ebenso wie John Chamberlain, dessen Metallplastiken aus Oldtimer-Blech auf humorvolle Weise einen Bogen zum Auto-Pionier Harald Friedrich spannen.

Schon bei Heiner Friedrichs erster Galerie in München, die er vor knapp fünfzig Jahren zusammen mit seiner Frau Six und seinem Weggefährten Franz Dahlem eröffnete, leitete ihn eine Kombination aus unerschütterlichem Mut und fast untrüglichem Gespür für zukunftsweisende Qualität. Zielsicher gelang ihm damit eine Auswahl, die noch heute die Spitzen amerikanischer und europäischer Kunst markiert. Als einer der ersten Galeristen überhaupt förderte er Georg Baselitz, Joseph Beuys und Gerhard Richter, und als er 1971 seine Galerie nach New York verlegte, hatte er bereits enge Kontakte zu John Chamberlain, Dan Flavin, Walter De Maria und Andy Warhol. Diese amerikanischen Vorreiter von Pop Art, Konzeptkunst und Minimalismus, dazu die deutschen Künstler Georg Baselitz, Uwe Lausen, Imi Knoebel, Blinky Palermo und Maria Zerres, sind mit umfangreichen Werkgruppen in Traunreut zu sehen.

Dank seines beachtlichen Bestands an amerikanischer Kunst war DASMAXIMUM Kooperationspartner des „American Summer” 2011 der Pinakothek der Moderne in München. Ein weiterer Partner ist das Dream House Polling in Polling bei Weilheim, eine dauerhafte Präsentation von Werken der Künstler La Monte Young und Marian Zazeela im Rahmen der von Heike Friedrich gegründeten Stiftung Klang-Licht-Raum.

Die in New York von Heiner Friedrich angeregten Stiftungen Dia Art Foundation, Ayn Foundation und Land Art-Projekte wie Walter De Marias „Lightning Field” in New Mexiko begründeten seinen Ruf als lebende Legende der internationalen Kunstszene. Mit seiner jüngsten Stiftung erfüllte er nun auch in seiner Heimatstadt Traunreut seine Vision einer Begegnungsstätte mit der Gegenwartskunst. Frei vom Eventcharakter aufwändig inszenierter Kurzzeit-Ausstellungen setzt die großzügige und dauerhafte Einrichtung der Hallen der Hektik des Kunstbetriebs Kontinuität und Kontemplation entgegen.

Bild DASMAXIMUM Südhalle
DASMAXIMUM Südhalle.(c) DASMAXIMUM Foto Franz Kimmel

News

Das ungewöhnliche Vermittlungskonzept, mit dem im Museum DASMAXIMUM Schulklassen begleitet werden, ist Gegenstand einer ausführlichen Dokumentation in der Ausgabe der Zeitschrift „Kunst + Unterricht“, die sich zur documenta mit der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst beschäftigte.