Die Bayerische Staatsregierung hat am 26. Januar 2021 verkündet, Eltern, die die Notbetreuung ihrer Kinder in den Kindertagesstätten nicht in oder nur in geringem Umfang in Anspruch nehmen, zu entlasten. Der sogenannte Beitragsersatz gilt rückwirkend für die Monate Januar und Februar 2021 und ist ein Angebot an die Träger der Kindertageseinrichtungen. Die Träger können diesen Beitragsersatz in Anspruch nehmen und dürfen dann keine Elternbeiträge erheben. Er wird gewährt für Kinder, die die Notbetreuung an nicht mehr als fünf Tagen (Bagatellregelung) im betreffenden Monat besucht haben. Der Freistaat Bayern übernimmt 70 Prozent der Kosten (Pauschal-Beträge gemäß u. g. Übersicht) und die Kommunen tragen somit die verbleibenden 30 Prozent.

Die Stadt Traunreut, als Träger der fünf städtischen Kindertagesstätten, nimmt dieses Angebot der Staatsregierung in Anspruch und weitet die Erstattung für die Eltern bzw. Familien aus.

Für Kinder, die an sechs oder mehr Tagen im Monat betreut werden, legt die Stadt aus Gerechtigkeitsgründen und unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrung sowie Gründen der Verwaltungspraktikabilität folgende Regelungen fest:

Die Abrechnung erfolgt tagesgenau nach der tatsächlich in Anspruch genommenen Notbetreuung. Damit werden auch die Familien entlastet, die nicht unter die Bagatellregelung der Staatsregierung fallen. Die Abbuchung wird für den Monat Februar ausgesetzt und es findet danach eine Nachberechnung statt. (Ausnahme bei Betreuung im Januar von mindestens 6 Tagen). Es gilt eine Bagatellgrenze im Falle von 20 € Rückerstattung.

Die Eltern wurden über die städtischen Kindertagesstätten bereits über das Vorgehen informiert. Sollten die Kindertageseinrichtungen nach dem 14.02.2021 wieder öffnen, so können die Eltern auch im Februar vom Beitragsersatz profitieren, wenn sie ihr Kind im Februar freiwillig nicht an mehr als fünf Tagen in die Einrichtungen bringen.

Übersicht Pauschal-Beträge für den Beitragsersatz: