Für das vergangene Wochenende waren für die Region Südostbayern große Regenmengen prognostiziert. Das Wasserwirtschaftsamt informierte die zuständigen Stellen, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag an der Traun, der Tiroler Ache und der Salzach Pegelstände bis zu Meldestufe vier von vier erreicht werden könnten.

In Traunreut erhielten die Feuerwehren und die Bereitschaftsdienste am Freitagmittag die Vorwarnungen durch die Kreisbrandinspektion. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof wurde sichergestellt, dass Sandsäcke, LKW für Transporteinsätze und die Bereitschaftsstruktur vorbereitet sind. In Abstimmung zwischen den Feuerwehren und dem Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat wurde über das Vorgehen beraten.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Matzing, Florian Ettmayer, informierte bereits am Freitag die Anwohner der Traun über die aktuelle Lage.

„Gemeinsam mit dem Einsatzleiter Karl-Heinz Erhard von der Feuerwehr Traunreut, den Kommandanten der FFW Stein an der Traun und Traunwalchen haben wir entschieden, die weiteren Maßnahmen am Samstag anhand der dann aktuellen Lage zu treffen. Aufgrund der am Samstag zurückgenommenen Warnmeldung, haben wir uns auf einen Bereitschaftsdienst verständigt, vorläufig ohne weiteres Material auszubringen. Im Laufe der Nacht auf Sonntag sollte doch noch ein Pegel von Meldestufe zwei erreicht werden. Allerdings sind wir im weiteren Verlauf im Stadtgebiet von größeren Überschwemmungen verschont geblieben. Ich möchte mich bei allen Mitgliedern unserer Feuerwehren, insbesondere dem Einsatzleiter, Herrn Erhard, sowie den beteiligten Bereitschaftsdiensten für große Engagement bedanken. Hier wird großartige Arbeit geleistet und das Zusammenspiel insbesondere unserer fünf Traunreuter Feuerwehren funktioniert wirklich sehr gut.“ stellte Hans-Peter Dangschat heraus.

Einsatzleiter Karl-Heinz Erhard stand in ständigem Kontakt mit den Kommandanten der Feuerwehren Stein, Traunwalchen, Matzing, Pierling, sowie den Bereitschaftsdiensten von Bauhof und Klärwerk. Im Traunreuter Feuerwehrgerätehaus wurde am Samstagabend eine Einsatzzentrale mit drei Einsatzkräften eingerichtet. Zum Schutz der Talmühle rückte die Feuerwehr Traunwalchen aus, um vorbereitende Maßnahmen zu treffen. Die Bereitschaft wurde bis 00:30 Uhr aufrechterhalten. Glücklicherweise kam es zu keinem Notruf in dieser Zeit. Die Warnmeldung bezüglich der Pegelstände und Meldestufen wurden dann schrittweise zurückgenommen. „Alles in allem war es ein auf und ab der Gefühle, glücklicherweise wurden wir in Traunreut vor großen Schäden bewahrt. Mit großer Betroffenheit und Bestürzung sehen wir aber in unseren Nachbarlandkreis. Meinen Kollegen aus dem Stadtgebiet danke ich für die sehr gute Zusammenarbeit.“ schließt Erhard in seiner Zusammenfassung.