Die Veranstaltung war mit ca. 55 Jugendlichen gut besucht. In einer anfänglichen Präsentation ging Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat unter anderem auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt ein, die sich aber spürbar bessert und dadurch wieder Investitionen in die Zukunft möglich macht.

Er schilderte auch innerstädtische Themen wie die Sanierung der Kantstraße, die ja den meisten Jugendlichen bekannt sein dürfte. Er erklärte den Status Quo der Straße, welche an den Bordsteinen keine Barrierefreiheit aufweist, und zeigte auch den Bebauungsplan.

Zum Thema Windkraft im Sieben-Eichen-Forst erklärte der Bürgermeister die sehr schwierige Abwägung zwischen Klimaschutz und Naturschutz und warum sich die Stadt letztendlich gegen das Projekt entschieden hat.

Er resümierte des Weiteren über den sehr erfolgreichen Veranstaltungssommer mit über 75 Events im Stadtgebiet und wies auch auf das gut besuchte Ferienprogramm der Stadt Traunreut hin.

Als Visitenkarte nach außen bezeichnete Dangschat die Social-Media-Kanäle der Stadt Traunreut mit ihren vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation auch mit jüngerem Publikum. Ganz neu dabei ist die Stadtverwaltung bei tiktok.

Auf das Thema Jugendzentrum ging der Erste Bürgermeister vertieft ein, da dort derzeit Personalmangel vorherrscht und daher überlegt wird, die aufsuchende Jugendarbeit an einen externen Träger zu vergeben. Dann könnten auch die Öffnungszeiten des JUZ auf 4 – 5 Tage pro Woche ausgeweitet werden. Bisher scheiterte das Vorhaben an geeignetem Personal. 

Die Jugendlichen meldeten sich anschließend mit zahlreichen Fragen zu Wort.

Es kam die Frage nach einem Christkindlmarkt 2021 auf. Dangschat erklärte, dass derzeit Planungen dazu für den neuen Standort Eichendorffstraße stattfinden. Zum derzeitigen Stand sind 17 Buden sowie eine Bühne geplant und er hoffe, dass der Markt stattfinden kann. Dieser soll übrigens auch ausgeweitet werden, und bereits am Donnerstag mit Unplugged-Musik starten, wie Christian Ehinger, der Leiter des Stadtmarketings erklärte.

Insgesamt wurden sehr viele Wünsche nach Freizeitmöglichkeiten von den Jugendlichen vorgebracht. Eine überdachte Tischtennisplatte, damit man auch bei schlechtem Wetter spielen kann, Outdoor-Fitnessgeräte etwa oder ein sogenannter Fußballkäfig wurden vorgeschlagen. Warum man als Jugendlicher nicht einfach auf den TUS-Platz dürfe, kam als weitere Frage auf. Dies begründete Dangschat mit haftungsrechtlichen Aspekten.

Bekannte Modeketten nach Traunreut oder Secondhandläden am Standort Traunreut zu etablieren, die junge Leute ansprechen würden, und so auch dem Internetkauf entgegenwirken könnten, war ein Gedanke der geäußert wurde.  Dangschat meinte dazu, die Stadt sei in Gesprächen, doch die großen Ketten würden sich aus den kleineren Städten eher zurückziehen.

Zu dem Vorschlag, eine Laptopklasse an der Mittelschule einzurichten, wurde Jugendreferentin Veronika Lauber hinzugezogen, die die Idee gut fand und die Schüler ermutigte, auf die Lehrer zuzugehen.

Junge Leute frühzeitig für die Belange in der Stadt zu interessieren, ihnen zuzuhören und ihnen Raum zur Mitgestaltung geben ist ein großes Anliegen der Stadt Traunreut. Daher soll die Bürgerversammlung für die Jugend auch künftig fester Bestandteil der Bürgerversammlungen sein.

Die Bürgerversammlung für die Jugend war gut besucht.
Jugendreferentin Veronika Lauber