Im Jugendzentrum (JUZ) Traunreut bleibt für die Kinder und Jugendlichen zunächst alles beim Alten. Die Öffnungszeiten bleiben bestehen, laufende Angebote werden fortgeführt. Hinter den Kulissen gibt es dennoch eine Veränderung: Seit Juli ist die ISG Jugendhilfe gGmbH neuer Träger des Jugendzentrums.
Stadtjugendpfleger Stefan Stadler freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Team. Mit dem Jugendzentrum verbindet ihn eine lange Geschichte: Bereits beim Bau des heutigen Gebäudes Mitte der 1990er-Jahre packte er gemeinsam mit Jugendlichen mit an und half unter anderem beim Fliesenlegen. Anschließend leitete er das JUZ 25 Jahre lang und baute in dieser Zeit ein großes Netzwerk in der Jugendarbeit auf. Nach einigen Jahren als pädagogischer Gesamtleiter der Lebenshilfe ist er nun zur Stadt Traunreut zurückgekehrt.
„Das Jugendzentrum ist seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt für junge Menschen in Traunreut. Mir ist wichtig, dass wir die gute Arbeit fortführen und die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und der Schulsozialarbeit weiter ausbauen. Gute Jugendarbeit lebt davon, dass alle an einem Strang ziehen“, so Stadler.
Mit der ISG übernimmt ein Träger, der in Traunreut seit vielen Jahren in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe aktiv ist. Neben der Geschäftsführerin Cornelia Streitwieser gehört auch Erzieherin Sabine Unterreiner zum Team im JUZ. Eine weitere pädagogische Fachkraft soll in den kommenden Monaten hinzukommen. Trotz ihrer Aufgaben als Geschäftsführerin wird Cornelia Streitwieser regelmäßig selbst im Jugendzentrum mitarbeiten. Der direkte Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist ihr besonders wichtig.
„Mir ist wichtig, für die Kinder und Jugendlichen da zu sein, sie zu sehen, ihnen zuzuhören und zu verstehen, was sie wirklich brauchen. Nur so können Angebote entstehen, die zu ihnen passen und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken“, sagt die Sozialpädagogin und Heilerziehungspflegerin.
Erste Ideen gibt es bereits: Für Herbst und Winter ist ein Theaterprojekt geplant. Darüber hinaus möchte das Team gemeinsam mit den Jugendlichen weitere Angebote aus den Bereichen Sport und Kultur entwickeln. Ein besonderes Anliegen sind außerdem die Wertevermittlung und die Stärkung der Konfliktfähigkeit.
Unterstützung bekommt das Team derzeit von drei Achtklässlern der Mittelschule, die ein einwöchiges Praktikum im Jugendzentrum absolvieren. Gemeinsam gestalten sie das Spielmobil des Jugendzentrums, das beim Stadtfest am Samstag, 11. Juli, im neuen Jugendbereich im Einsatz sein wird.
Auch die Zusammenarbeit mit der aufsuchenden Jugendarbeit bleibt bestehen. Die Streetworker von Jonathan Soziale Arbeit, dem bisherigen Träger des Jugendzentrums, sind weiterhin in Traunreut unterwegs und arbeiten eng mit dem Team des Jugendzentrums zusammen.
Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat betont die Bedeutung der Jugendarbeit für Traunreut: „Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich ausprobieren, ihre Talente entdecken und Gemeinschaft erleben können. Die Jugendarbeit in Traunreut hat einen hohen Stellenwert und mir ist sehr wichtig, dass das so bleibt. Junge Menschen sollen sich mit ihren Wünschen und Ideen aktiv einbringen können.“
An den Öffnungstagen besuchen zwischen 20 und 50 Kinder und Jugendliche das Jugendzentrum. Sie kommen zum Reden, Spielen, Trainieren oder einfach, um Zeit mit Freunden zu verbringen. Daran soll sich auch künftig nichts ändern. Das Jugendzentrum bleibt ein offener Treffpunkt für junge Menschen und soll gemeinsam mit ihnen weiterentwickelt werden.
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag 16 – 21 Uhr; Samstag, 14 – 19 Uhr.

v. li. Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Stadtjugendpfleger Stefan Stadler, ISG-Geschäftsführerin Cornelia Streitwieser, Erzieherin Sabine Unterreiner, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und Claudio Beilhack, Amtsleitung Kinder, Jugend und Bildung.
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