Auf der Suche nach dem unverfälschten Paradies: Am Donnerstag, 26. März kommt mit Valentin Groebner einer der profiliertesten Denker zur Geschichte des Reisens nach Traunreut. In der Aula des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums spricht der Luzerner Professor ab 19 Uhr über die „Freiheit des Touristen“ und darüber, wie der Fremdenverkehr zu dem wurde, was er heute ist, eine globale Industrie mit enormer Macht. Der Eintritt ist frei.

Groebner, Professor für die Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern, ist kein Mann für einfache Antworten. In seinem viel beachteten Buch „Retroland“ hat er bereits vor Jahren beschrieben, warum gerade das vermeintlich Ursprüngliche und Unverfälschte Hochkonjunktur hat und warum es aber zugleich ständig neu inszeniert werden muss, um die Erwartungen der Reisenden zu erfüllen.  

Die Fragen, die er in Traunreut aufwirft, treffen einen Nerv. Nach Jahren, in denen „Overtourism“ und die negativen Effekte des boomenden Fremdenverkehrs diskutiert wurden, legte die Corona-Pandemie den Reiseverkehr abrupt lahm: geschlossene Grenzen, leere Flughäfen und Hotels. Heute, nur wenige Jahre später, boomt die Reisebranche mehr denn je und die Zahlen erreichen Rekordhöhen. Wie wurde aus den Anfängen des Fremdenverkehrs eine globale Industriemacht? Was treibt diese Entwicklung an? Und was sagt sie eigentlich aus über unser Verständnis von Freiheit?

Groebner blickt dafür weit zurück und zeichnet die historischen Linien nach, die den modernen Tourismus erst möglich gemacht haben: von den ersten Hotspots des Geschichtstourismus vor 500 Jahren, über die Bildungsreisen des 19. Jahrhunderts bis hin zur massenhaften Mobilität des 20. Jahrhunderts.

„Wir freuen uns, dass wir mit Valentin Groebner erneut einen renommierten Intellektuellen in unsere Stadt holen können. Im Chiemgau ist Tourismus allgegenwärtig, umso wichtiger ist es, die Geschichte des Reisens zu kennen und so die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“, erklärt Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. Nach dem viel diskutierten Auftritt des Soziologen Armin Nassehi im vergangenen Jahr setze man die Reihe mit einem ebenso bekannten Gast fort.  

Valentin Groebner wurde 1962 in Wien geboren und zählt heute zu den prägenden Stimmen seines Fachs. Stationen wie das Berliner Wissenschaftskolleg, das Europäische Hochschulinstitut in Florenz und die Pariser École des Hautes Études en Sciences Sociales markieren seinen internationalen Werdegang. 2024 wurde er mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung ausgezeichnet, seit 2017 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Der bekannte Historiker und Buchautor von „Retroland“ kommt am 26. März nach Traunreut. (Bildnachweis: Pedrazzetti)

Traunreut – Am Frühlinger Spitz werden die Arbeiten für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt Traunreut fortgesetzt: Am 23. März 2026 beginnt der zweite Abschnitt für den Ausbau der Gemeindestraße mit abgesetztem Fuß- und Radweg. Bis voraussichtlich 29. Mai 2026 wird der Bereich auf Höhe der Zufahrt zu den Schrebergärten bzw. zum Waldkindergarten bis zum Kreisverkehr an der Philipp-Reis-Straße umfassend erneuert und ausgebaut. Für die Dauer der Arbeiten ist dieser Abschnitt vollständig gesperrt. Die Zufahrt zur Jugendsiedlung sowie zum BSH-Parkplatz ist über die Waginger Straße uneingeschränkt möglich.

Der Ausbau der Frühlinger Spitz Straße hatte sich durch langwierige Grundstücksverhandlungen jahrelang verzögert. Insbesondere war ein wertgleicher Grundstückstausch rechtlich ausgeschlossen, weshalb ein großes Entgegenkommen der Eigentümer nötig war. Auch durch die Kooperation der Firma BSH kann die Baumaßnahme nun in Rekordzeit verwirklicht werden. Gerade für den Alltagsverkehr bedeutet der Ausbau auf rund 1,2 Kilometer Gesamtlänge eine große Verbesserung. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende werden künftig klar vom motorisierten Verkehr getrennt sein. Das betrifft insbesondere auch den Schulweg in diesem Bereich, der durch die neue Wegführung übersichtlicher und sicherer wird, sowie Mitarbeitende der Fima BSH, die dort 60 Fahrradstellplätze nutzen können. Die Relevanz der Straße für Fahrradfahrende verringert die Kosten für den Ausbau deutlich, da eine höhere Förderung geleistet wird. So fördert die Regierung von Oberbayern das Projekt, das mit einer Auftragssumme von voraussichtlich 2,7 Mio. Euro veranschlagt ist, mit 1,5 Mio. Euro.  

Der erste Bauabschnitt konnte bereits Ende November 2025 abgeschlossen werden und damit früher als ursprünglich vorgesehen. Zudem wurden die Arbeiten über den geplanten Bereich hinaus um rund 250 Meter weiter fortgeführt als geplant, bis zur Einfahrt der Schrebergärten. Der zweite Bauabschnitt beginnt daher jetzt auf Höhe der Zufahrt zu den Schrebergärten bzw. zum Waldkindergarten. Auch beim zweiten Teil wird die Fahrbahn auf künftig 6,50 Meter verbreitert und ein durchgängiger, abgesetzter Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern gebaut.

Die Stadt bittet um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und Straßensperrungen.

Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Haßmoning und Truchtlaching wird in den nächsten knapp eineinhalb Jahren komplett erneuert, erweitert und mit einem durchgehenden Geh- und Radweg versehen. Am Montag feierten die Stadt Traunreut und die Gemeinde Seeon-Seebruck den Projektstart für das interkommunale Infrastrukturvorhaben. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern und eine leistungsfähige, zeitgemäße Verbindung zwischen den beiden Kommunen zu schaffen.

„Über dieses Projekt wurde lange gesprochen. Jetzt gehen wir es gemeinsam an“, freute sich Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. „Die Straße zwischen Haßmoning und Truchtlaching ist eine der wichtigsten Verbindungsstraßen, die Traunreut hat. Sie wird vor allem im Sommer von sehr vielen Radfahrenden genutzt, aber auch als direkter Weg in die Arbeit“, so Dangschat weiter. Seeon-Seebrucks Erster Bürgermeister Martin Bartlweber betonte, wie wichtig die Verbesserung der Verkehrsverbindung in einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in unserer Region sei.

Der Weg bis zur Realisierung der Maßnahme war anspruchsvoll. Alleine auf Traunreuter Stadtgebiet mussten 15 Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer überzeugt werden, Flächen für den Ausbau bereitzustellen. „Das war ein Prozess, der Zeit, Vertrauen und viele Gespräche erfordert hat“, betonte Erster Bürgermeister Dangschat. Sein besonderer Dank galt daher Andreas Niedermirtl, dem Leiter der Immobilienverwaltung der Stadt Traunreut, der mit ihm die Verhandlungen führte und gute Lösungen für alle Beteiligten fand.  

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Traunreut und der Gemeinde Seeon-Seebruck zahlt sich auch finanziell aus, da für die gemeinsame Maßnahme höhere Fördermittel abgerufen werden können. Die Kosten des gesamten Bauvorhabens liegen bei 7,55 Millionen Euro, wofür es 5,77 Millionen Euro Förderung vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gibt. Der Anteil der Stadt Traunreut beläuft sich auf 4,57 Millionen Euro, wovon 3,49 Millionen gefördert werden.

Der Ausbau umfasst eine Strecke von insgesamt 3.150 Metern vom Ortsausgang Haßmoning bis zum Ortseingang Truchtlaching, davon rund 1.850 Meter auf Traunreuter Stadtgebiet. Die bestehende, schmale Fahrbahn wird vollständig erneuert und auf eine Breite von 6,50 Metern ausgebaut. Beidseitige Bankette, Sicherheitsstreifen sowie ein durchgehender, 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg schaffen künftig erstmals auf der gesamten Strecke eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. In den kommenden Monaten werden rund 17.500 Quadratmeter Asphalt eingebaut, große Mengen Erdmaterial bewegt und eine moderne Straßenentwässerung mit Rigolen umgesetzt. Das Straßenbaukonzept verbindet Verkehrssicherheit, Umweltschutz sowie die Anforderungen von Landwirtschaft und Anliegern. Vorbereitende Baumaßnahmen wie Bodenuntersuchungen haben bereits begonnen, der Straßenbau soll im Juli 2027 abgeschlossen sein.

Zentraler Anlass für den Projektstart vor Ort war die Enthüllung einer Bautafel, auf der ein QR-Code zu einer digitalen Bautafel führt. Die Online-Variante ermöglicht nicht nur die Bündelung aller relevanten Informationen, sondern auch die Bereitstellung aktueller Infos während der Bauzeit. Dass der Ausbau nicht ohne Einschränkungen möglich ist, wurde beim Projektstart offen angesprochen. Sperrungen und Umleitungen lassen sich nicht vermeiden und werden insbesondere für Anliegerinnen und Anlieger mit Belastungen verbunden sein. Stadt und Gemeinde kündigten an, Bauabläufe eng zu koordinieren und frühzeitig – auch über die digitale Projektseite – zu informieren.

Am Ende, darin waren sich alle Beteiligten einig, entstehe hier eine moderne, sichere und zukunftsfähige Verbindung zwischen Traunreut und Seeon-Seebruck. 

Die beiden Ersten Bürgermeister Martin Bartlweber (Seeon-Seebruck) und Hans-Peter Dangschat (Stadt Traunreut) freuen sich auf die neugestaltete Straße.

Am Frühlinger Spitz im Osten Traunreuts zeigt sich derzeit, was möglich ist, wenn Planung, ausführende Firmen und partnerschaftliche Zusammenarbeit ideal ineinandergreifen. Die Bauarbeiten für den Ausbau am Frühlinger Spitz, die ursprünglich bis Mitte Dezember dauern sollten, und im ersten Abschnitt vorsahen, den Bereich vom Mediamarkt bis zum südlichen Ende des BSH-Parkplatzes zu erweitern, konnten bereits Ende November abgeschlossen werden. Darüber hinaus konnte die Baufirma Max Streicher GmbH den Ausbau sogar um rund 250 Meter weiter als im ersten Bauabschnitt eigentlich geplant vorziehen, nämlich bis zur Einfahrt der Schrebergärten und des Waldkindergartens. Ein Erfolg, den so niemand erwartet hatte.

„Dass wir jetzt schon so weit gekommen sind, ist ein Musterbeispiel dafür, wie leistungsfähig ein Projekt werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Der Ausbau am Frühlinger Spitz gehört zu den wichtigsten Infrastrukturvorhaben der Stadt Traunreut, da er zum einen für die Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts und zum anderen für mehr Verkehrssicherheit – vor allem für die vielen Schülerinnen und Schüler – entscheidend ist. Ich freue mich daher sehr über die Präzision und das Tempo, mit dem hier gearbeitet wurde“, zeigt sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beeindruckt.

Aufgrund des milden Wetters konnte die Firma Mayer im Auftrag der Straßenbaufirma Anfang Dezember bereits die ersten Bäume auf dem Grünstreifen pflanzen, der künftig die breitere Fahrbahn vom neuen Geh- und Radweg trennen wird. Ab dem 5. Dezember wird die Straße über die Wintermonate nun wieder für den Verkehr geöffnet. Die Baustelle geht dann in die Winterpause.  

Dass der Bau so schnell vorankam, hat mehrere Gründe: „Die vergleichsweise stabilen Witterungsbedingungen im Sommer und Herbst haben den Erdarbeiten in die Karten gespielt. Außerdem wurde früh entschieden, die Straße bereits ab Baubeginn vollständig zu sperren – ein Schritt, der das Arbeiten erheblich effizienter machte und den reibungslosen Ablauf zusätzlich begünstigte“, so Projektleiter Udo Albrich. „Vor allem aber war es die äußerst professionelle und engagierte Leistung aller Beteiligten, die das Projekt in dieser Geschwindigkeit vorangebracht hat. Bauleitung, Baufirma, Spartenträger und Anlieger arbeiteten ebenso konstruktiv zusammen wie die Teams der BSH Hausgeräte GmbH und der Jugendsiedlung. Diese Geschlossenheit hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Projekt nun bereits so weit gediehen ist“, erklärt Albrich.

Der gesamte Ausbau des Frühlinger Spitz umfasst rund 1,2 Kilometer und entsteht in zwei Bauabschnitten. Der erste Abschnitt konnte nun schneller als erwartet abgeschlossen werden. Der zweite Abschnitt beginnt im Frühjahr 2026 und soll bis Juni 2026 realisiert werden. So steht dann eine 6,50 Meter breite Fahrbahn zur Verfügung, auf der der Verkehr sicher und störungsfrei fließen kann. Auch der abgetrennte Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern kann dann vollständig genutzt werden.

Der erste Bauabschnitt ist bereits fertig und die Straße wird am 5. Dezember über den Winter wieder für den Verkehr freigegeben.

Der vom Bundesrat im Oktober beschlossene „Bau-Turbo“ eröffnet Kommunen bis 2030 außergewöhnlich weitreichende Spielräume. In Traunreut will man diese Chancen nicht nur nutzen, sondern konsequent ausschöpfen. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat hat die Stadtverwaltung angewiesen, Bauwillige aktiv zu unterstützen und Verfahren zu beschleunigen. „Wir brauchen dringend mehr Wohnraum. Der Bau-Turbo gibt uns endlich Werkzeuge an die Hand, um bestehende Hürden abzubauen. Traunreut wird hier Möglichmacherin sein“, so Dangschat.

Die Reform erlaubt Kommunen, von Teilen des Bauplanungsrechts abzuweichen, wenn öffentliche und nachbarliche Belange gewahrt bleiben. Dadurch lassen sich Projekte künftig früher genehmigen. Wenn es städtebaulich vertretbar ist dürfen Häuser beispielsweise höher gebaut werden als im Bebauungsplan vorgesehen, und auch Vorhaben am Ortsrand können leichter zugelassen werden. Im Innerortsbereich wird das bisher strenge Gebot des Einfügens in die Umgebung gelockert, wenn dadurch neuer Wohnraum entsteht.

Konkret bedeutet das: Aufstockungen, Umnutzungen oder Hinterlandbebauungen für den Bereich Wohnungsbau können künftig leichter umgesetzt werden. Auch ungenutzte Bestandsflächen lassen sich schneller aktivieren. Für Bürgermeister Dangschat sind die Planungserleichterungen ein entscheidender Hebel: „Bürokratie und Überregulierung haben den Wohnungsbau auch in Traunreut über Jahre gebremst. Jetzt wollen wir aktiv zeigen, dass es auch anders geht. Wer bauen will, soll bei uns schnelle, konstruktive und lösungsorientierte Unterstützung bekommen.“  

Für Traunreut ist der Bau-Turbo damit vor allem eines: ein Beschleuniger, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und das mit klaren Verfahren, verantwortungsvoller Abwägung und einer Verwaltung, die Projekte aktiv möglich macht.

Bildunterschrift: Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat sieht große Chancen im neuen Bau-Turbo

Über 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahmen im Oktober an der Mitmach-Aktion „Check Dein Haus“ teil, die rund um den Aktionstag Klima-Welt, der am 31. Oktober stattfand, von der Stadt Traunreut initiiert wurde. Engagierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich in den Kategorien „Nachbarschaft“ und „Schulklassen“ beteiligen, um möglichst viele Menschen aus dem Traunreuter Stadtgebiet zu einer kostenlose Energieberatung zu motivieren. Dahinter steht ein einfaches Ziel: Hemmschwellen abbauen und sichtbar machen, wo sich im Alltag Energie einsparen und so Klimaschutz ganz konkret umsetzen lässt.

In der Kategorie „Schulklassen“ setzte sich die Klasse 9c des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums durch. Als kleines Dankeschön lädt die Stadt die Klasse zu einem gemeinsamen Besuch in der Eisdiele ein. In der Kategorie „Nachbarschaft“ gewann die Gruppe „Steinanger“. Sie sicherte sich den Hauptgewinn, nämlich acht Tickets für das Bergflair Open Air 2026, ein Highlight der Stadt Traunreut im kommenden Sommer.

„Dass so viele Menschen mitgemacht haben, zeigt, dass Klimaschutz vielen Menschen in Traunreut wichtig ist“, freut sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und ergänzt: „Mit jedem abgeschlossenen Energiecheck wächst die Zahl der Haushalte, die konkrete Hinweise für Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale erhalten. All diese gemeinsamen Anstrengungen haben ein Ziel, den Klimaschutz in unserer Stadt zu verbessern.“

Kostenlose Energiechecks: Restkontingent bis Jahresende verfügbar

Die Aktion der kostenlosen Haus-Energiechecks läuft noch bis Ende des Jahres 2025 weiter. Noch steht ein kleines Kontingent zur Verfügung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Immobilie energetisch überprüfen lassen möchten, finden alle Informationen sowie die Anmeldung unter traunreut.de/check-dein-haus.


Vielen Dank der Nachbarschaftsgruppe Steinanger für den großartigen Einsatz bei der Mitmach-Aktion “Check Dein Haus”. Franziska McKay (Mitte re.) vom Stadtmarketing der Stadt Traunreut überreicht den Gewinn an Petra Herbst (Mitte li.) aus der Nachbarschaftsgruppe.

Seit acht Monaten wird an der größten Kindertagesstätte in Traunreut gebaut, am Donnerstag war nun Richtfest für den „Zaubergarten“. Gemeinsam mit Erstem Bürgermeister Hans-Peter Dangschat besichtigten Architekten, Planer, Vertreter der Baufirmen, der Dr. Johannes Heidenhain GmbH und des AWO-Kreisverbandes sowie Mitglieder des Bauausschusses im Stadtrat und Nachbarn den fast fertigen Rohbau für das Gebäude, das ab September 2026 Platz für über hundert Kinder bieten wird. Zum Start soll es drei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern und drei Krippengruppen mit je 13 Kindern geben. Träger der Einrichtung wird der AWO-Kreisverband Traunstein e.V. sein. Fördermittel für das Projekt gibt es für den klimafreundlichen Neubau mit Holzbauweise sowie die Betreuungsplätze, die dort entstehen.

Die Dr. Johannes Heidenhain GmbH beteiligt sich nicht nur an den Baukosten, sondern später auch am Betrieb der Einrichtung, eine Kooperation, wie sie in der Region einzigartig ist. Ziel der Zusammenarbeit ist, Beschäftigte dabei zu unterstützen, Familie und Beruf zu vereinbaren. „Die enge Partnerschaft zwischen der Stadt Traunreut und der Dr. Johannes Heidenhain GmbH zeigt, dass Kinderbetreuung ein Gemeinschaftsprojekt von Kommune, Wirtschaft und Gesellschaft ist, und das ist ein ganz starkes Signal.“ betonte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, der sich nach dem traditionellen Richtspruch von Zimmerermeister Lukas Hoppe (Eder Holzbau) und dem Erheben der Richtkrone bei allen Beteiligten bedankte, die seit der Planung bis zur jetzigen Umsetzung an dem Projekt beteiligt sind.

Ulrich Farthofer von Farthofer Architekt ging in einer kurzen Ansprache auf die Besonderheiten des nachhaltigen Neubaus ein: „Man riecht sofort das Holz, wenn man den Rohbau betritt,“ betonte der Architekt. Der Neubau entsteht in Holzbauweise. Auf der Bodenplatte aus Stahlbeton sind Wände und Decken aus Massivholz, und nach der Fertigstellung wird eine Fassade aus Lärchenholz sowie ein Gründach mit Photovoltaikanlage den Bau komplettieren.

Insgesamt wird die Kita gut 2.800 Quadratmeter Bruttogrundfläche und 3.100 Quadratmeter Freiflächen bieten. Neben Gruppenräumen entstehen Spielflure, überdachte Spielbereiche, ein Bewegungsraum, eine Mensa und eine Kinderküche. Besondere Elemente wie ein fest installierter Kletterturm an der zentralen Treppe oder im Boden eingelassene Sprungfelder im Obergeschoss zeigen, wie konsequent hier aus der Perspektive der Kinder gedacht wurde.

Über dem zentralen „Marktplatz“, dem Herzstück der Kita, wird ein großzügiges Oberlicht installiert. Von dort führen alle Wege in die Gruppen- und Funktionsräume und schließlich in den Garten. Im Erdgeschoss führt eine umlaufende Terrasse um das Haus, darüber spannt sich im ersten Stock ein durchgehender Balkon. Zwei große Terrassen im Obergeschoss sind so geplant, dass sie später zu zusätzlichen Gruppenräumen ausgebaut werden könnten. Im September 2026 wird die Kita „Zaubergarten“ zunächst für 114 Kinder öffnen, später können es bis zu 152 werden.

Einer der nächsten großen Schritte der Bauarbeiten ist zum Jahreswechsel der Einbau der Fenster, bevor dann der Innenausbau starten wird. „Ich wünsche allen Beteiligten auf der Baustelle weiterhin unfallfreie Arbeiten und möglichst gutes Wetter“, betonte Hans-Peter Dangschat, bevor die Jungbläser der Blaskapelle Traunreut, die sogenannten „Gelbhemden“, alle Gäste zu einer gemeinsamen Brotzeit in den Rohbau spielten.

Für Traunreut ist der „Zaubergarten“ eines von aktuell drei Großprojekten im Bereich der Kinderbetreuung. In Traunwalchen wächst die Kita Mariä Geburt, und auf dem Gelände der Grundschule Nord entsteht der neue Kindercampus.

(v.l.) Zimmerermeister Franz Eder, Projektleitung Ina Veit, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Architekt Ulrich Farthofer, Zimmerermeister Lukas Hoppe

Mitte April haben die Bauarbeiten für die neue Kita begonnen – jetzt wurde an der Kapellenstraße in Traunwalchen das Richtfest gefeiert. Zimmerermeister Markus Huber sprach den traditionellen Richtspruch, eine Delegation der Blaskapelle Traunwalchen sorgte für musikalische Untermalung und Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat ging in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung dieser Baumaßnahme ein, bevor bei einer gemeinsamen Brotzeit mit den beteiligten Baufirmen gefeiert wurde.

„Diese neue Kita ist ein wichtiger Meilenstein für Familien in Traunwalchen, da sie erstmals die Möglichkeit haben werden, ihre Kinder direkt hier auch in einer Krippe unterzubringen.“, betonte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. „Bisher mussten die Kinder zum Kindergartenstart oft wieder Einrichtung wechseln“.

Das soll sich in einem knappen Jahr ändern. Die Fertigstellung der neuen Kita ist für Juli 2026 geplant. Auf einer Grundfläche von 720 m² entstehen bis dahin insgesamt 87 Betreuungsplätze – 75 im Kindergarten, 12 in der Krippe, aufgeteilt in drei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Träger der neuen Kita wird der Katholische Kitaverbund Traun-Alz, der auch schon für den bisherigen Kindergarten in Traunwalchen zuständig ist.

Auch eine nachhaltige Bauweise sowie die Harmonie mit dem bisherigen Ortsbild spielen bei diesem Projekt eine große Rolle für die Stadt Traunreut. „Es ist uns sehr wichtig, etwas zu schaffen, das sich optisch gut in den Ort einfügt, die Traditionen aufgreift und gleichzeitig mit einem sehr hohen Energiestandard in die Moderne weist“, erläuterte Hans-Peter Dangschat.

Errichtet wird die Kita in Holz-Massiv-Bauweise: Wände aus Brettsperrholz, massive Holzdecken sowie ein traditioneller Pfetten- und Sparrendachstuhl prägen das Gebäude. Auf einer Stahlbetonbodenplatte aufbauend, wächst ein Haus, das Stabilität und Nachhaltigkeit vereint. Die Fassade wird teils mineralisch verputzt, teils mit Holz verschalt, Sonnenschutz bieten moderne Raffstores.

Auch energetisch setzt der Bau Maßstäbe: Eine Photovoltaikanlage mit 95 Modulen und einer Spitzenleistung von 42 Kilowatt wird künftig Strom für den Eigenbedarf liefern. Ergänzt wird sie durch eine Luft-Wärmepumpe mit 27 Kilowatt Heizleistung. Mit einem Primärenergiebedarf von nur 46 kWh pro Quadratmeter und Jahr erreicht der Neubau den Effizienzhausstandard 40 und gilt somit als ein Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz, die dank guter Dämmung und moderner Anlagentechnik erreicht wird.

Traunreut, als aufstrebende Industriestadt einst aus dem Nichts gewachsen, hat in den vergangenen Jahrzehnten einen bemerkenswerten städtebaulichen Wandel vollzogen. Seit der Aufnahme in die Städtebauförderung im Jahr 1997 wird das Zentrum schrittweise erneuert – von der Umgestaltung des Rathausplatzes bis zur Neugestaltung der Kantstraße und des Eichendorff Parks. Ziel ist es, das charakteristische Erscheinungsbild der Europastadt weiterzuentwickeln und zu harmonisieren, um das Wohlbefinden der dort lebenden Menschen zu steigern und den Werterhalt der Immobilien zu sichern.

Nun sollen auch private Eigentümerinnen und Eigentümer im Sanierungsgebiet die Möglichkeit bekommen, das Gesicht der Stadt Traunreut aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern fördert die Stadt Traunreut mit dem Kommunalen Förderprogramm gestalterische Maßnahmen an Fassaden, Dächern, Höfen und Plätzen. Sogar Begrünungen und Entsiegelungen gehören dazu.

„Mit dem Förderprogramm geben wir Anreize, Häuser und Höfe zu verschönern und noch mehr Grün in die Stadt zu bringen. Davon profitieren nicht nur die Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern wir alle, denn unser Traunreut wird dadurch noch ein Stück lebenswerter“, betont Hans-Peter Dangschat, Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut.

Maßgeblicher Kompass für Renovierungen ist die Gestaltungsfibel der Stadt Traunreut: Sie formuliert einen gestalterischen Rahmen, der sich an den Bestandsgebäuden orientiert und das Bedürfnis nach Harmonie und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Jede Maßnahme wird individuell geprüft – nicht als starres Schema, sondern als Dialog zwischen Eigentümer, Bauamt und Stadtplaner.

„Ein solches Projekt ist mit großem Aufwand verbunden und gelingt nur, weil viele Menschen engagiert zusammenarbeiten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, meinen Mitarbeitern, allen voran Thomas Gätzschmann, Stadtbaumeister, und seiner Mitarbeiterin Verena Gruber, sowie den Stadtplanern und der Regierung von Oberbayern. Mit diesem Programm schaffen wir die Grundlage für eine positive Weiterentwicklung unserer Stadt“, freut sich Hans-Peter Dangschat.

Förderfähig sind Objekte im Kernbereich zwischen Traunwalchener Straße, Rathausplatz, Kantstraße und Eichendorff- und Munastraße.  30 Prozent der anrechenbaren Kosten, maximal 10.000 Euro, werden von der Stadt Traunreut und der Regierung von Oberbayern finanziert. Energetische Sanierungen sind bei diesem Programm ausgeschlossen, hierfür sind andere Programme vorgesehen.

Wer sich beteiligen möchte, vereinbart zunächst einen Ortstermin mit dem Bauamt (Telefon +49 8669 857-343, E-Mail: stadtentwicklung@traunreut.de). Gemeinsam mit Stadtplaner Clemens Nuyken vom Münchner Büro N-V-O wird das Vorhaben dann bewertet.

Die Gestaltungsfibel sowie alle Antragsunterlagen stehen hier zum Download bereit.

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Am Mittwoch war ein besonderer Tag für alle Fahrradbegeisterten in der Region. Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Pumptracks der Stadt Traunreut waren aber auch viele andere Gefährte auf Rollen zu sehen. Von den Kleinsten auf ihren Laufrädern bis zu Senioren war jede Altersgruppe vertreten, als der Pumptrack zwischen Freibad und Jugendzentrum mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes freigegeben wurde. Insgesamt nahmen über 200 Gäste an der Eröffnung teil.

Die neue Radsportanlage in Traunreut ist in dieser Größenordnung einzigartig im Landkreis und hat daher überregionale Bedeutung. Auf einer Gesamtlänge von 240 Metern sind drei verschiedene Bahnen – sogenannte Tracks – zu finden. Ein 95 m langer Pumptrack mit Wellenbahn und Anliegerkurven, eine Jumpline auf 110 m Länge mit drei Sprüngen und ein 35 m langer Kids-Pumptrack, der sich auch für Laufräder und Rollstuhlfahrer eignet. Generell ist der Pumptrack mit allen Radsportgeräten ohne Motor befahrbar, neben Pumpbikes sind das zum Beispiel Mountainbikes, Scooter, Longboards, BMX-Räder, Inlineskates oder eben auch Laufräder und Rollstühle. Durch die drei verschiedenen Tracks kann vom Anfänger bis zum Profi jeder die Anlage nutzen. Eine entsprechende Schutzausrüstung, vor allem ein Helm, sind notwendig.

Die Initiative für den Pumptrack kam ursprünglich von begeisterten Pumpbike-Fahrern, die mit dem Wunsch nach einer Traunreuter Anlage auf den Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat zugegangen waren. In den Planungen wurden im Rahmen einer Jugendbeteiligung auch die Wünsche der Sportler berücksichtigt. Dangschat freute sich bei der Eröffnung riesig über den großen Andrang: „Schon in der Bauzeit in den vergangenen Monaten haben wir gemerkt, wie viele es kaum noch erwarten können, den neuen Pumptrack endlich zu befahren. Heute hier zu stehen und das Ergebnis dieses Projekts zu sehen, an dem sehr viel Arbeit von allen Beteiligten hängt, ist ein sehr schönes Gefühl. Ich wünsche allen viel Spaß und sichere Fahrt auf unserem Pumptrack!“

Pfarrer Thomas Tauchert erteilte der Anlage vor ihrer ersten Nutzung den kirchlichen Segen. Zur offiziellen Eröffnung zeigten zwei Gruppen der Tanzschule Heartbeat, dass sich die Bahn voller Wellen und Kurven auch für einen Tanzauftritt hervorragend eignet. Außerdem lieferten die Jungbläser der Blaskapelle Traunwalchen die passende Musik zum Startschuss. Kaum freigegeben wuselte es auf allen drei Tracks nur so von verschiedensten Gefährten und ihren eifrigen Fahrern. Teilweise waren mehr als 20 Fahrer auf einmal unterwegs. Dass die drei angekündigten Profi-Biker aufgrund einer Autopanne leider nicht vor Ort sein konnten, wurde von den heimischen Bikern sehr gut kompensiert. Auf der Jumpline für die geübteren Fahrer gab es den ein oder anderen Trick, wie eine komplette Drehung in der Luft, zu sehen. Auf der entspannten Kinderroute wurde fleißig eine Runde nach der anderen gedreht.

Tizian Weigl vom Planungsbüro Mühlbacher und Hilse erläuterte in einer kurzen Ansprache Details zur Gestaltung des Geländes. Die Anlage ist auf einer Gesamtfläche von 4.000 m² angelegt worden. In der Hälfte dieses Bereichs sind die asphaltierte Strecke selbst (690 m²) und die dafür notwendigen Entwässerungs- und Anschlussflächen entstanden. Weiter wurden je 1.000 m² für Wiesenflächen verwendet und als Wald und Strauchsaum bepflanzt. Auf dem Gelände sind außerdem eine Service-Station für Fahrräder und mehrere Sitzgelegenheiten zu finden. Während einige Bereiche schon mit Rasen bepflanzt sind, gibt es derzeit noch einige Flächen, auf denen gerade erst etwas wächst.

Franz Karlstetter von der Firma Schneestern, die auf die Entwicklung, die Planung und den Bau von Action Sport Parks spezialisiert ist, ging auf die Nutzung und das spezielle Fahren mit Pumpbikes ein. Außerdem gab er den ein oder anderen Tipp, um in das besondere Fahrgefühl zu gelangen, das die Faszination von Pumptracks für viele ihrer Fans ausmacht. Eins war schon in den ersten Minuten nach der Eröffnung auf jeden Fall zu spüren: Mit dieser Anlage hat die Stadt Traunreut vielen jungen Menschen eine große Freude gemacht, die hoffentlich lange anhält.

Insgesamt hat die Stadt für die neue Radsportanlage 710.000 Euro investiert, wovon rund 237.000 Euro über LEADER gefördert sind.

Gaben den Pumptrack offiziell frei: Franz Karlstetter (Schneestern), Thomas Gätzschmann (Stadtbaumeister), Tizian Weigl (Mühlbacher und Hilse), Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Andreas Bratzdrum (LEADER-Vorsitzender), Robert Kratzer (Stadtgärtnermeister)
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