Von 16. bis 31. Oktober wird am Marktplatz gefeiert.
Kindercampus, Munapark West, öffentliche Plätze: Bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres informierte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat am Montag, 12. Oktober, im Traunreuter k1 über die Entwicklung der Stadt. Über 100 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt anzusprechen.
„Die Bürgerversammlungen sind für mich die wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Denn hier kann ich mit Ihnen persönlich ins Gespräch kommen und wir können direkt besprechen, was Sie bewegt“, sagte Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat zur Begrüßung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Fachbereiche standen nach seinem Bericht an Informationsständen für Fragen bereit. Themen, die auch für andere Besucher interessant waren, griff Moderatorin Evi Dettl, Leiterin der Stabsstelle Koordination und Kommunikation, anschließend im Plenum auf.
Kindercampus, Straßenbau und neue Wohnungen
Beim größten Bauprojekt der Stadt ist bereits viel geschafft: Am Kindercampus wurde in diesem Jahr Richtfest gefeiert, inzwischen laufen der Innenausbau sowie der Einbau von Fenstern und Holzfassaden. Zum Schuljahr 2027/2028 soll die neue Grundschule Nord fertig sein. Danach wird das alte Schulgebäude abgerissen und macht Platz für eine Kindertagesstätte, die 2029 eröffnen soll. Künftig können auf dem Campus Kinder von null bis zehn Jahren betreut werden. Die Grundschule bietet Platz für drei Klassen pro Jahrgang und einen gebundenen Ganztag. Als Startchancen-Schule erhält sie zudem eine besondere Förderung, um Kindern bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
In Traunwalchen ist die neue Kita Mariä Geburt bereits seit September in Betrieb. Mit etwas Verzögerung folgt bald auch die Kita Zaubergarten. Eine Besonderheit der Einrichtung in der Gartenstraße ist die Zusammenarbeit mit der Firma Heidenhain. Das Unternehmen beteiligt sich an den Bau- und Betriebskosten und wird die Kita als Betriebskindergarten für seine Beschäftigten nutzen.
Auch bei den Straßenbaumaßnahmen geht es weiter. Der Frühlinger Spitz wurde verbreitert und mit einem baulich getrennten Geh- und Radweg ausgestattet. Das soll vor allem für Schülerinnen und Schüler sowie für die Beschäftigten der Firma BSH mehr Sicherheit bringen. Derzeit wird die Gemeindeverbindungsstraße von Haßmoning nach Pattenham ausgebaut. Der Abschnitt auf Traunreuter Stadtgebiet soll bei geeigneter Witterung im Dezember fertig sein. Im Frühjahr 2027 folgt die Strecke bis Truchtlaching auf dem Gebiet der Gemeinde Seeon-Seebruck.
Am Munapark West ist nach langer Pause wieder Bewegung auf der Baustelle. Geplant sind ein Aldi-Markt, weitere Einzelhandelsangebote, Büroflächen, eine Seniorenwohnanlage mit 76 Wohnungen und 84 weitere Wohnungen, vor allem für Familien. Für mehrere Bauabschnitte ist der Baubeginn 2027 vorgesehen. Auch beim Wohnungsbau insgesamt will die Stadt schneller vorankommen und die Möglichkeiten des sogenannten Bauturbos nutzen. Damit sollen beispielsweise Aufstockungen und Umbauten einfacher werden.
Neues digitales Angebot im Bürgerservice
Eine Neuerung steht im Bürgeramt an: Ab Mitte November sollen Bürgerinnen und Bürger mit Bürgerservice-Live ausgewählte Anliegen rechtssicher und datenschutzkonform online erledigen können. Dazu gehören etwa Führungszeugnisse, Meldebescheinigungen und Rentenauskünfte. Der Gang ins Rathaus wird damit in vielen Fällen überflüssig, ist aber natürlich nach wie vor möglich.
Öffentliche Plätze für alle zurückgewinnen
Im Plenum wurde dann abschließend besonders intensiv über die Situation am Eichendorff-Park und am St.-Georgs-Platz diskutiert. Bürgerinnen und Bürger berichteten von Lärmbelästigungen, randalierenden und alkoholisierten Personen, Müll und abgestellten Fahrzeugen. Die Stadt kenne die Probleme und arbeite gemeinsam mit der Polizei an Lösungen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen, Platzverweise und die Ahndung von Verstößen, so Erster Bürgermeister Dangschat.
Ein Abbau der Holzhäuschen am Eichendorff Park ist laut Dangschat nicht möglich, da es sich um eine geförderte Maßnahme handelt. Man wolle außerdem nicht, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von einer kleinen Minderheit verdrängen lasse. Ziel sei vielmehr, Störungen konsequent zu verfolgen und den Platz für die friedliche Stadtgesellschaft zurückzugewinnen.
Auch kleinere, aber für den Alltag wichtige Anliegen kamen zur Sprache. So fragte ein Besucher nach den Bänken entlang der Spazier- und Radwege zwischen Traunwalchen und Hörzing. Hier sagte der Erste Bürgermeister unkomplizierte Unterstützung durch den Bauhof zu. Auch ungünstig platzierte Mülleimer könnten versetzt werden.
Grünes Licht gab es auch für die öffentliche Nutzung der Außenanlagen des neuen Kindercampus nach der Fertigstellung. Die sei von Anfang an mitgedacht worden, so Dangschat. Auch den Wunsch nach einer Boccia-Bahn nahm der Erste Bürgermeister mit und sagte zu, die Möglichkeiten zu prüfen.
Die Bürgerversammlung in Traunreut war der Auftakt zu insgesamt vier Terminen. Neben zwei weiteren Präsenzveranstaltungen in Traunwalchen und Sankt Georgen am 20. bzw. 21. Oktober, wird es auch wieder eine Online-Bürgerversammlung am 28. Oktober geben.
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