Auch in diesem Jahr war eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Lucé zu Gast auf dem Traunreuter Christkindlmarkt. Am dritten Adventswochenende verkauften die drei Stadträte und stellvertretende Bürgermeister Brice Gauthier, Jean-Michel Socier und Matthias Belat eine breite Auswahl an französischem Hart- und Weichkäse aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch. Trotz des im Vergleich zu 2024 deutlich erweiterten Angebots blieb am Ende kein Stück übrig.
Wie bereits im vergangenen Jahr bestanden die Gäste aus Frankreich darauf, den Überschuss ihrer Einnahmen an eine soziale Einrichtung im Traunreuter Stadtgebiet zu spenden. Der Gewinn belief sich in diesem Jahr auf 256 Euro.
„Es beeindruckt mich sehr, wieviel Aufwand und Einsatz unsere Freunde aus Frankreich betreiben, um jedes Jahr wieder mit hervorragenden Produkten auf unserem Christkindlmarkt vertreten zu sein. Die großzügige Spende ihrer Einnahmen an die Traunreuter Tafel zeigt, wie sehr sie sich unserer Stadt verbunden fühlen. Dafür bedanke ich mich von Herzen!“, freut sich Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat.
Übergeben wird die Spende von Partnerschaftsreferentin Gerti Winkels aus dem Traunreuter Stadtrat, die den Betrag auf insgesamt 350 Euro aufstockt. Seitens des Rathauses übernimmt die Organisation und Koordination der Partnerstadtstände auf dem Christkindlmarkt die Leiterin des Bürgermeisterbüros, Rita Lechenmayr.
Der Besuch aus Lucé fügt sich in eine lange Tradition ein. Der Traunreuter Christkindlmarkt ist seit Jahren ein Treffpunkt der drei Partnerstädte. Am ersten Adventswochenende präsentierten Gäste aus Virovitica Spezialitäten aus Kroatien, wie zum Beispiel Kürbiskernprodukte. Eine Woche später standen die Freunde aus Nettuno am Herd, bereiteten frische Pasta zu und verkauften italienische Köstlichkeiten. Rund um den dritten Advent schließlich boten die Franzosen aus Lucé verschiedene Käsesorten an. Die Beteiligung der Partnerstädte verleiht dem Traunreuter Christkindlmarkt eine besondere europäische Prägung, passend für die Europastadt Traunreut.

Schon traditionell bieten am Traunreuter Christkindlmarkt auch Vertreter aus den drei Partnerstädten ihre Waren an. Waren am vergangenen Wochenende gleich drei Hütten mit Vertretern aus dem kroatischen Virovitica vor Ort, wird es ab Donnerstag einen Stand von Matteo Cirilli und seiner Frau Marta Bianchi aus Nettuno geben.
Die beiden Italiener backen Crespelle, also eine italienische Crêpes Variante. Zur Auswahl stehen süße Füllungen wie Nutella, Pistaziencreme und Sauerkirschmarmelade sowie eine pikante Variante mit Scamorza-Käse und rohem Schinken. Außerdem können Christkindlmarktbesucher Marmelade und Pistaziencreme erwerben. Natürlich darf an einem italienischen Stand Wein nicht fehlen. Mit dabei haben die Gäste aus Italien dieses Jahr feine Tropfen aus zwei Kellereien, der Cantina Bacco und der Casa Divina Provvidenza in Nettuno.
Der Traunreuter Christkindlmarkt hat bis 22. Dezember immer donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie freitags bis sonntags von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Vom 12. bis zum 15. Dezember kommt Besuch aus der dritten Traunreuter Partnerstadt Lucé in Frankreich auf den Markt.

Auch dieses Jahr freut sich die Stadt Traunreut auf den Besuch der drei Partnerstädte auf dem Christkindlmarkt am neu gestalteten Marktplatz. Am ersten Advents-Wochenende kommen gleich drei verschiedene Anbieter aus Virovitica in Kroatien nach Traunreut, um ihre lokalen Waren anzubieten. Es handelt sich um bereits bekannte Gesichter, die schon in den vergangenen Jahren beim Traunreuter Christkindlmarkt mit dabei waren.
Hinter dem Namen Podrum Vineda verbirgt sich eine Kellerei, die Qualitäts- und Spitzenweine anbietet, aus Trauben, die an den berühmten Bilogora-Hängen von Arsanje und Klaino Brdo geerntet wurden. Auch die Imkerei Pcelarstvo Balint ist wieder mit ihren Honigprodukten auf dem Traunreuter Christkindlmarkt vertreten. Der Familienbetrieb hat bereits eine lange Tradition in Virovitica. Am dritten kroatischen Stand am Traunreuter Christkindlmarkt finden Sie am kommenden Wochenende Davor Spoljar. Er bietet verschiedenste Produkte aus Kürbiskernen an, darunter Kürbiskernöl und –mehl sowie salzige oder schokoladige Kürbiskerne.
Der Traunreuter Christkindlmarkt beginnt am Donnerstag, den 28. November und hat bis 22. Dezember immer donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie freitags bis sonntags von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Vertreter aus den weiteren Traunreuter Partnerstädten Nettuno und Lucé kommen in den kommenden Wochen ebenfalls mit regionalen Produkten nach Traunreut: Nettuno von 05. bis 08. Dezember, Lucé von 12. bis 15. Dezember.



Anlässlich des Virovitica-Tages, der jeweils um den Namenstag des Hl. Rochus stattfindet und in diesem Jahr des Jubiläums zum 790. Jahrestag war eine Delegation aus Traunreut nach Virovitica gereist. Wie immer fand die Festveranstaltung im Stadttheater Virovitica statt. Neben dem Gastgeber, Bürgermeister Ivica Kirin nahmen auch Stadträte, diesjährige Preisträger und viele Gäste aus Politik und Wirtschaft teil, und überbrachten ihre Glückwünsche zum 790sten Geburtstag der Stadt.
Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat überbrachte seine Glückwünsche im Namen der Stadt Traunreut: „Es ist eine große Ehre, bei diesem Stadtjubiläum dabei sein zu dürfen. Die Stadt ist wunderschön, die Mischung zwischen Tradition und Moderne macht ihren besonderen Reiz aus. Wir kommen immer wieder gern nach Virovitica und sind stolz, ein Teil dieser langen Städtepartnerschaft zu sein.“
Ivančica Fett-Škvarić, Präsidentin des Stadtrates, begrüßte die Gäste und stellte Virovitica als eine Stadt vor, die für ihre Schönheit, Kultur und Herzlichkeit ihrer Bürger bekannt ist. „Heute ist Virovitica eine moderne europäische Stadt mit einer entwickelten Infrastruktur, einer reichen Kulturszene und einer stabilen Wirtschaft, was sie zu einem lebenswerten Wohnort macht“. Sie betonte die Bedeutung der Zivilgesellschaft, die Unterstützung der Arbeit von Vereinen in Kultur, Sport und Sozialwesen und unterstrich ihre Zuversicht in die Gemeinschaft für die künftigen Erfolge der Stadt.
Die Veranstaltung wurde musikalisch untermalt durch Auftritte des bekannten kroatischen Tenors Đani Stipaničev. Während der Sitzung wurde der Spielfilm „790 Jahre Virovitica“ uraufgeführt und am Ende der Zeremonie überreichten Bürgermeister Ivica Kirin und die Präsidentin des Stadtrats Ivančica Fett-Škvarić Auszeichnungen an verdiente Einzelpersonen, Unternehmen, Vereine und Verbände, die diese Stadt mit ihren Leistungen vorangebracht haben.
Bei einer Exkursion auf die einzige bewohnte Flussinsel Kroatiens lernte die Delegation das Besucherzentrum Križnica, mitten in der Drau, kennen. Der Gebäudekomplex ermöglicht es den Besuchern, mithilfe von Multimedia-Präsentationen mehr über die geschützten Arten und die Biodiversität des Križnica-Gebiets zu erfahren. Im Anschluss standen das Geburtshaus des kroatischen Dichters Petar Preradović mit Führung auf dem Programm und anschließend besuchte man das „Haus des Tees – Oase des Friedens“ in Špišić Bukovica.
Das Stadtmuseum von Virovitica durften die Traunreuter ebenfalls besichtigen. Es befindet sich im Schloss der Grafenfamilie Pejačević, das im Besitz der Stadt Virovitica ist und vor einigen Jahren aufwändig renoviert wurde.
Eine Führung präsentierte das „Zeitalter des Holzes“, eine Reise des Museums in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart. In der Region war das Holz schon immer eines der wichtigsten Materialien. So sind neben Werkzeugen zur Bearbeitung auch eine historische Hobelbank und alte Schlitten zu sehen. Welche Rolle die Zugpferde gespielt haben, ist ebenso Thema wie alte Radiogeräte aus dem Stoff der Natur. In einer Kombination aus Videoprojektionen und Bodenelementen können Besucher interaktiv im Wald baden. Verschiedene Möbel zeigen die schlichte Eleganz von damals. Holz wird als Erlebnis für die Sinne in Szene gesetzt. An vielen Exponaten und Stationen sind Touchscreens und Panels zu finden. Ein großer Teil der Ausstellungsfläche ist der Stadtgeschichte von Virovitica gewidmet. Zeitgleich mit dem Festakt zum „Virovitica-Tag“ so wie auch zum Namenstag des Stadtheiligen St. Rochus findet auch das dreitägige Stadtfest mit Konzerten und vielen Attraktionen statt. In den Morgenstunden des Donnerstages war der Trachtenverein GTEV d’Traunviertler Traunwalchen in Virovitica angekommen. Wie bereits vor 16 Jahren erweckten Sie mit ihren Auftritten sowohl auf einer Bühne als auch auf der Straße großes Interesse und Bewunderung bei der Bevölkerung. (Text: Gerti Winkels)


Am 06. Oktober 1973 unterzeichneten die damaligen Bürgermeister Franz Haberlander (Traunreut) und Antonio Simeoni (Nettuno) die Gründungsurkunde in Nettuno und besiegelten damit eine Städtefreundschaft, die bis heute anhält. Am 06. Oktober 2023 konnte das Versprechen von 1973 erneuert werden.
Nachdem Antonio Simeoni die anstrengende Reise nach Traunreut zum Jubiläumsfest nicht antreten konnte, lies er es sich nicht nehmen, an den Feierlichkeiten in Nettuno teilzunehmen. In einer emotionalen Rede lies er seine Erinnerungen und Eindrücke Revue passieren und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Partnerschaft, die er vor 50 Jahren gegründet hatte, heute noch besteht.
Im Sitzungssaal der Stadt Nettuno fand die Zeremonie statt, musikalisch untermalt von der Band „Angelo Castellani“ und dem „Corale Cittá di Nettuno“, der gleichzeitig mit der Gründung der Städtepartnerschaft eine Freundschaft mit regem Austausch mit dem Sängerchor Traunreut begann.
Bürgermeister Dangschat erinnerte in seinem Grußwort an historische Momente der Anfangsjahre, an den Austausch der Jugend, an die selbstverständliche Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern nach einem Erdbeben, an die bayerische Woche in Nettuno, an Veranstaltungen, die wirtschaftlich, kulturell oder vom Tourismus geprägt waren. „Unseren beiden Städten war es von Anfang an wichtig, dass diese Partnerschaft durch die Menschen unserer Gesellschaft dauerhaft gestaltet wird. Wie eine zarte kleine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden wollte, wuchs über all die Jahre ein großer stattlicher Baum“, so Dangschat. Ihm ist in erster Linie wichtig, „die Bande unserer Freundschaft weiterhin zu vertiefen und zu stärken“.
Beim 10-jährigen Jubiläum im Jahr 1983 wurde die Freundschaft in einer weiteren Urkunde besiegelt mit dem Text:
„Wir, die Bürgermeister und Stadträte von Traunreut und Nettuno, beschließen heute in der gemeinsamen Sitzung, die zwischen unseren Gemeinden bestehende Freundschaftsbande zu vertiefen und den Jugendaustausch besonders zu fördern. Wir übernehmen auch im Namen unserer Bevölkerung die Verpflichtung, der Einheit eines freien Europas zu dienen. Wir erklären uns überzeugt, dass wir jedes Mittel versuchen müssen, um den Frieden zwischen den verschiedenen Völkern zu verstärken.“
Auch Dr. Antonio Repucci, amtierender Präfekt in Nettuno hob den hohen Stellenwert der Städteverbindung Traunreut – Nettuno hervor. „50 Jahre partnerschaftliche Aktivitäten
im Europäischen Gedanken seien schon etwas ganz Besonderes und verdienen allerhöchste Anerkennung, dieser Kontinuität zolle ich meinen Respekt“ sagte Dr. Repucci.
Die Stadt Nettuno hatte sich aber für ihre Gäste auch ein sehr interessantes Besichtigungsprogramm einfallen lassen. Bekanntlich wurde Rom auf sieben Hügeln erbaut. Auf einem Hügel, dem Quirinal wurde im 16. Jahrhundert der ausgesprochen dominante Quirinals-Palast erbaut. Der ehemalige Sommersitz der Päpste war später bis 1946 Residenz der italienischen Könige und ist heute Amtssitz des Staatspräsidenten der Italienischen Republik. Außerdem tagen in den Räumen der Oberste Verteidigungsrat, der oberste Justizrat sowie verschiedene parlamentarische Gremien. Die Delegation konnte bei einem geführten Rundgang die prächtigen Räume mit kostbaren Kunstschätzen bestaunen. Ein interessanter Aspekt war, dass in verschiedenen Räumen die jahrhundertealten Gemälde, Wandteppiche und Möbel mit modernen Exponaten kombiniert worden waren, was man durchaus als gelungen bezeichnen konnte.
Weiterer stand ein Besuch des Torre Astura, einer mittelalterliche Burg am Tyrrhenischen Meer auf dem Programm. In der Antike lag in der Nähe die Siedlung Astura. Dokumentarisch taucht Astura jedoch erst wieder 987 auf und wechselte seine Herren im Lauf der Jahrhunderte mehrmals. Im September 1268 versuchte der letzte Stauferkönig Konradin nach der verlorenen Schlacht bei Tagliacozzo sich von Astura aus nach Pisa auszuschiffen. Er wurde jedoch von Giovanni Frangipane, eigentlich ein Lehensmann der Staufer, festgesetzt und an seinen Gegner Karl von Anjou ausgeliefert, der Konradin am 29. Oktober 1268 in Neapel köpfen ließ. Damit war die Herrschaft der Staufer in Italien beendet.2005 beantragte die Provinzregierung von Rom die Aufnahme des Torre Astura in die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO.
Heute liegt die Burg in einem Militärgebiet, wodurch der Zugang nicht möglich ist. Allerdings blieb durch diesen Umstand die Küste hier von Zersiedelung verschont. Dadurch entstand ein einzigartiges Naturparadies.
Das 1.500 Hektar große Areal um den Torre Astura steht unter militärischer Hoheit, dem Territorialen Technischen Büro für Landrüstung. Der Zweck dieser Institution ist es, Waffen, Fahrzeuge und Munition aller Arten und Kaliber zu überprüfen und zu testen, um die Effizienz der vorhandenen Ausrüstung sowie die Fortschritte im Bereich des Schießpulvers und die Verbesserungen in der Metallurgie, die von der Industrie in die Produktionsprogramme des modernen Materials eingeführt wurden, zu überprüfen.
Ein weiterer Ausflug galt dem malerischen Gebirgsdorf Sermoneta, einem schmucken Örtchen mit einer imposanten Burg, die einst von den Familien der Caetano oder der Borgia bewohnt war.
(Text: Gerti Winkels – Fotos: Schroll/ Haslwanter)



Rund um den Namenstag des Stadtheiligen St. Rochus (Sveti Rok) herrschte in Virovitica Ausnahmezustand. An vier Tagen fanden zahlreiche Sportveranstaltungen, Straßentheater, Paraden und Konzerte namhafter kroatischer Bands statt. Essen und Trinken sowie Jahrmarktstände gehörten ebenso zum Angebot wie Fahrgeschäfte für Kinder. 20.000 Besucher pro Tag sind keine Seltenheit.
Während dieser Tage findet auch der „Tag der Stadt Virovitica“ statt. Er begann mit der Hl. Messe und einer Prozession und fand seinen Höhepunkt in der Festveranstaltung.
An der feierlichen Sitzung nahmen neben dem Gastgeber, Bürgermeister Ivica Kirin, mit Mitarbeitern und Stadträten viele geladene Gäste teil. Der Vertreter des kroatischen Präsidenten, zahlreiche Abgeordnete der verschiedensten Ministerien, die Delegationen und Vertreter der benachbarten Städte und der befreundeten Städte Pakrac, Vyškov, Poreč, Traunreut, Barcs, Jajce, Koprivnica, Grubišno Polje, Našice, Požega, Kutina, sowie die Ehrenbürger der Stadt Virovitica, Vladimir Seks und Charly Halswanter, gratulierten Virovitica zum 789. Geburtstag.
Bürgermeister Ivica Kirin richtete das Wort an seine Bürger: „Virovitica wird durch die Arbeit und Anstrengung unserer Mitbürger am besten im richtigen Licht dargestellt.“ „Die Grundlagen der Stadt Virovitica sind Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Respekt. Diese Werte sind das Erbe unserer Vorfahren und verpflichten die heutigen Bürger als Erbauer einer modernen Gesellschaft, sie an zukünftigen Generationen weiter zu vermitteln.“ so die Botschaft von Kirin bei der feierlichen Sitzung des Stadtrates im Restaurant Lord in Virovitica.
Kirin ist ein Macher, hat viel Geschick und kennt die maßgeblichen Leute um Zuschüsse für seine Projekte zu bekommen, die derzeit in Planung oder bereits in der Umsetzungsphase sind. Dank der Zusammenarbeit mit der Gespannschaft Virovitica-Podravina, den zuständigen Ministerien und der Europäischen Union fließen derzeit Investitionssummen von ca. 70 Mill. Euro in den Straßenbau, Schulbau, Kindergärten, Polizeigebäude, Tierheim, Stadtarchiv, Busbahnhof, Familienzentrum u.v.m..
Vertreter aller Gesellschaftsschichten, Institutionen, Verbände, Vereine und Unternehmen gehören zu den diesjährigen Preisträgern, die für ihren Einsatz zum Wohl der Stadt Virovitica und ihrer Bürger geehrte werden.
Auch Hans-Peter Dangschat, Bürgermeister von Traunreut bedankte sich im Namen der Delegation für die herzliche Gastfreundschaft und den wunderschönen Ausflug vom Vortag nach Voćin mit der beeindruckenden Basilika „Unserer lieben Frau“– Was als Idee begann, hat sich heute zu einer tief verwurzelten und fruchtbaren Beziehung entwickelt, die nicht nur unsere beiden Städte, sondern auch ihre Bewohner verbindet.
Am heutigen Tage feiern wir auch den Namenstag des hl. Rochus und teilen seine Botschaft. Ohne seine Attribute wie menschliche Fürsorge, Mitgefühl und Nächstenliebe wäre ein Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen nicht möglich. Vor 25 Jahren wurde genau an diesem Tag die Partnerschaftsurkunde feierlich unterzeichnet. „Es war ein mutiger Schritt der beiden Städte Traunreut und Virovitica, diese Städtepartnerschaft einzugehen. Was als Idee begann, ist heute zu einer tief verwurzelten und fruchtbaren Beziehung herangewachsen, die nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch von den Menschen unserer beiden Städte gelebt wird“ so Dangschat.
Virovitica habe sich in den letzten 25 Jahren zu einer modernen Stadt entwickelt und sei uns in vielen Bereichen ein Vorbild. Zum Beispiel die VIROEXPO – die Messe für Wirtschaft, Handwerk und Landwirtschaft – eine internationale Plattform mit über 500 Ausstellern und Gästen aus aller Welt.
Hans-Peter Dangschat sprach seiner Delegation aus dem Herzen als er sagte: „Ihre Stadt beeindruckt und inspiriert uns, Sie können sehr stolz darauf sein, was Sie mit ihrem Engagement und bemerkenswerter Entschlossenheit in den vergangenen 20 Jahren geschafft haben. – Diese Partnerschaft ist ein Versprechen für die Zukunft. Freundschaft kennt keine Grenzen.“
Text: Gerti Winkels




Im Rahmen der Festtage anlässlich des 50. Jubiläums der Partnerschaft der beiden Städte Nettuno und Traunreut fand am Samstagabend im Traunreuter Kultur- und Veranstaltungszentrum ein stimmungsvoller Galaabend mit 160 geladenen Gästen statt. Der Saal war festlich in den italienischen Farben geschmückt. Gekommen aus Süditalien waren nicht nur Ehrengäste der Delegation aus Nettuno, sondern auch aus den anderen beiden Partnerstädten Lucé und Virovitica. Stilvoll moderierte den Abend die Radio-Moderatorin Elena Mayer.
In seiner Festrede ging der Erste Bürgermeister Hans-Peter Dangschat hauptsächlich auf die Historie der gemeinsamen Partnerschaft ein. Schwerpunkte setzte er insbesondere auch auf den italienischen Gründungsvater aus Nettuno, Dr. Anton Simoeni, welcher leider sehr kurzfristig wegen gesundheitlichen Problemen nicht beim Festabend anwesend sein konnte. „Es ist ein ganz besonderes Jubiläum. Wir feiern eine gemeinsame Verbindung, die über 5 Jahrzehnte stetig gewachsen ist. Mit großer Dankbarkeit darf ich dem leider abwesenden Dr. Simeoni sagen, dass er in all den Jahren zu dieser Partnerschaft proaktiv gestanden ist und sich für sie eingesetzt hat. Er und der damalige Bürgermeister Traunreuts, Franz Haberlander haben am 6. Oktober 1973 mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde die Verbindung besiegelt. Das Besondere für mich, ist die intensive Verbundenheit, die zwischen den Menschen unserer beiden Städte über so viele Jahre hinweg entstanden ist. Ich selbst habe auf Anhieb diese unglaublich liebenswerte und lebendige Stadt mit seinen offenen, freundlichen und fröhlichen Menschen ins Herz geschlossen. Ich danke allen, die an der Partnerschaft an sich, aber natürlich auch am Gelingen des Jubiläums beteiligt waren. Vor allem Frau Gerti Winkels, der Referentin für Städtepartnerschaften gilt für ihren unermüdlichen Einsatz mein herzlicher Dank.“ so das Stadtoberhaupt.
Die Vizepräfektin Nettunos, Dr. Tanja Giallongo stellte die Freundschaft zwischen Nettuno und Traunreut in den Mittelpunkt ihrer Grußworte. „Mit der Zeit wuchs die Partnerschaft im Zeichen der Brüderlichkeit, des interkulturellen Austausches, des harmonischen Teilens gemeinsamer Projekte und der Bekräftigung der Werte des Friedens, des Respekts und des Wissens.“
Wie wertvoll Dr. Simeoni diese Partnerschaft ist, zeigte er mit einer Sprachnachricht, die er den Festgästen übermitteln lies. Darin ging der unter Bürgermeister Wiesmann ernannte Ehrenbürger Simeoni auch auf die Geschichte der beiden Städte und deren Akteure ein. Er richtete auch einen Appell an die Jugend, dass diese motiviert wird, die Werte der Solidarität, der kulturellen Werte und die vorhandenen Konzepte der Partnerschaft weiter zu tragen.
In einer kurzweiligen Talkrunde mit Mitgliedern des Stadtratsgremiums erzählten Gerti Winkels, Andreas Haslwanter, Hans Kneffel und Paul Obermaier von ihren Erfahrungen bei Besuchen in Nettuno. All diejenigen, die die süditalienische Küstenstadt am Mittelmeer noch nicht kennen, sollten diese bereisen und die herzlichen Menschen kennenlernen. Gerti Winkels betonte, dass solche Fahrten auch immer wieder organisiert werden. Und sie bat auch darum, sich zu beteiligen und zu engagieren.
Die Jubiläumsfeier wurde auch mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Traunreut dokumentiert. Neben dem Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat trugen sich die Vizeprefäktin Dr. Tanja Giallongo, der Vorsitzende des Parnerschaftsvereins Nettunos Franco Cirilli, Stadträtin und Partnerschaftsreferentin Gerti Winkels, Zweiter Bürgermeister der Stadt Lucé Brice Gauthier und Erster Bürgermeister der Stadt Virovitica Ivica Kirin ein. Dem Traunreuter Stadtoberhaupt wurden im Anschluss daran Geschenke der Partnerstadt und auch von Dr. Simeoni persönlich herzlich überreicht.
Unter den Gästen befanden sich auch politische Prominenz unter anderen der ehemalige Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Landtagsabgeordneter a. D. Alois Glück, Staatsministerin Dr. Bärbel Kofler sowie Altbürgermeister Franz Parzinger.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit dem ensemble Amphion unter der Leitung von Alexander Krins. Für tänzerische Darbietungen sorgte die Tanzgruppe FOURICENTRO aus Nettuno mit ausdrucksstarken Auftritten.
Am Ende des geselligen Abends war man sich einig, diese Verbindung muss weiterwachsen, damit noch viele gemeinsame Feste gefeiert werden können.








Dabei werden unsere Freunde aus Italien Ihre Produkte wie Wein, Speck, Käse und Crepes anbieten. Ab 18 Uhr stimmt dann die Band „Raffaele Quarta & Band“ auf einen schönen Sommerabend ein und entführt uns mit italienischen Stimmungsliedern auf eine Reise nach Italien. Gute Laune, beste Stimmung, leckeres Essen und Getränke, was braucht man mehr? Dies alles bietet die Stadt Traunreut Ihren Gästen auf dem Rathausplatz. Ab 21 Uhr rockt dann die Band Less Affair die Stadt und sorgt für ausgelassene Stimmung auf der Traunreuter Piazza. Auch die eine oder andere Überraschung der Veranstalter, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ein sommerliches Ambiente werden an diesem Tag den Rathausplatz zum Glänzen bringen.
50 Jahre Partnerschaftsjubiläum ist ein Grund zu feiern. Alle Bürgerinnen und Bürger sind bei freiem Eintritt herzlich willkommen. Gemeinsam mit unseren Freunden aus Nettuno soll gefeiert, gesungen und getanzt werden. Dazu die Köstlichkeiten aus dem Süden sowie aus unserer Region mit Grillspezialitäten und den Produkten unserer Steiner Brauerei. Also, worauf warten Sie noch? Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns eine besondere italienische Nacht und la dolce vita!
„Es wird ein ganz besonderes Fest für Traunreut, auf das wir uns freuen dürfen. Es ist bisher einzigartig, ein solches Jubiläum mit einer unserer Partnerstädte feiern zu dürfen. Zusammen mit unseren italienischen Freunden und mit all unseren Bürgerinnen und Bürgern soll der Rathausplatz an diesem Abend im Zeichen unserer internationalen Freundschaft und Verbundenheit stehen. Mit Sicherheit wird dieses Fest ein weiterer Meilenstein in unserer langen gemeinsamen Geschichte werden.“, lädt Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat alle Traunreuterinnen und Traunreuter zum Kommen und Mitfeiern ein.
Eine besondere Attraktion finden Interessierte im Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 in der Munastraße 1: Ab dem 04. Juli 2023 ist dort eine Ausstellung zur Geschichte der Städtepartnerschaft im Seitenfoyer zu besichtigen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des k1 (Dienstag bis Freitag von 11 bis 15 Uhr) sowie jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn und nach telefonischer Vereinbarung unter 08669 857 444 besucht werden. Der Eintritt ist frei.



Die vielen Jahre der freundschaftlichen Beziehungen mit Nettuno, Lucé in Virovitica feierte die Stadt Traunreut im großen Saal des k1. Die Bürgermeister der Partnerstädte Emmanuel Lecomte und Ivica Kirin ließen es sich nicht nehmen, am Festabend persönlich die langjährige Freundschaft zu würdigen. Aus Nettuno, das bis zur nächsten Kommunalwahl 2019 kommissarisch verwaltet kam deshalb der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Vincenzo di Ruocco.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst begann die Festveranstaltung, unter Beteiligung der Traunreuter Pfarrer. Ihre Grußworte, die sie an die Städte Nettuno, Lucé und Virovitica richteten, wurden von Schülern des Dr. Johannes Heidenhain Gymnasiums in die jeweiligen Sprachen übersetzt. Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet durch die Blaskapelle Traunwalchen, die auch beim anschließenden Umzug und während des Festabends mit den Landeshymnen und dem Traunreutlied aufspielte.
Die Idee für den Umzug durch Traunreut stammte von den Italienern, die mit einer großen Gruppe angereist waren und in historischen Kostümen vor dem k1 Aufstellung nahmen, begleitet von der Blaskapelle Traunwalchen und vielen Gästen.
Bürgermeister Ritter sprach in seiner Begrüßung im Saal des gut besuchten k1 von der großen Freude, unsere Freunde aus den Partnerstädten wieder zu sehen und wie wichtig es sei, bestehende Kontakte zwischen Schulen und Vereinen zu pflegen. Ebenso sei es eine Freude, immer wieder neue Gäste begrüßen zu dürfen. So unterschiedlich auch die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen sind, so sei doch das Verständnis für die Probleme und Besonderheiten der jeweiligen Nachbarn der Nährboden für die Stärkung der europäischen Idee und des Friedens.
Vincenzo di Ruocco, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Nettuno, hob hervor, dass die Beziehungen zwischen Traunreut und Nettuno von Anfang an aufrichtig und herzlich waren. Im Laufe der Zeit seien zahlreiche Initiativen entstanden. Einige Beispiele sind „La Festa Bavarese”, Weinfeste, sportliche Wettkämpfe, Weihnachtsmärkte sowie den Austausch zwischen den Chören, Schülern und der Lebenshilfe mit dem „Centro Primavera”. Aber man dürfe nicht aufhören zu kämpfen, um die freundschaftlichen Beziehungen zu erhalten. Schließlich sei es unser aller Wille, unseren Kindern ein vereintes und demokratisches Europa zu hinterlassen.
Bürgermeister Emmanuel Lecomte aus Lucé erinnerte daran, dass es nicht nur ein wirtschaftliches Europa gibt, sondern dass alle Menschen, die in einem Land zusammen leben und die gleichen demokratischen Werte der Freiheit, des Friedens und der Freundschaft teilen, optimistisch in die Zukunft Europas blicken möchten. Unterschiede der Mentalität seien kein Hindernis sondern eine Chance, damit das Europa des Friedens, des Wohlstandes und der Freundschaft die Priorität für unsere Zukunft bleibt. Lecomte würdigte jedoch ganz besonders die Vorarbeit zu dieser Freundschaft, die Initiative der Gründungsbürgermeister Desouches und Wiesmann, die den Partnerschaftsvertrag 1988 unterzeichnet haben.
Virovitica’s Bürgermeister Ivica Kirin sah den Ursprung aller Kontakte in der 1970er Jahren, als zahlreiche Fremdarbeiter aus Virovitica nach Traunreut kamen. Nach Gründung einer Schulpartnerschaft zwischen der Grundschule „Ivana Brli?-Mažurani?” und der Werner-von-Siemens-Hauptschule im Jahr 1996 folgte im August 1998 die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden der Städte Traunreut und Virovitica. Er freue sich auch, dass neben den Beziehungen zwischen Feuerwehren und Sportvereinen sowie kultureller Zusammenarbeit, sich die Stadt Traunreut auch an der Messe „Viroexpo” beteilige. Mit dem Ausschank von Bier unterstütze sie die Armenküche des Roten Kreuzes und trage gleichzeitig den Geist Bayerns nach Virovitica.
Den größten Teil des Abends gestalteten die Gruppen und Solisten aus den Partnerstädten und aus Traunwalchen. Die Kindergruppe des TVDN d’Traunviertler Traunwalchen machte mit Tänzen und Plattlern den Anfang des künstlerischen Teils, nachdem die Blaskapelle Traunwalchen mit der Europahymne eröffnet hatte. Die Musikschule Traunwalchen der Stadt Traunreut führte das anspruchsvolle Programm fort mit dem Orchester „Capella cantabile” und Werken von Antonio Vivaldi und Wolfgang Amadeus Mozart.
Nettuno als älteste Partnerstadt begann den internationalen Teil und präsentierte die hervorragende Konzertpianistin Silvia d‘Augello, eindrucksvoll untermalt von Mitgliedern Nettuneser Vereine in prächtigen historischen Gewändern, die sich auf der Bühne aufstellten. Sie spielte Händel, van Beethoven, Antonioni und Rossini.
Auch Lucé verfügt über eine Musikschule, die allen Ansprüchen gerecht wird. Eine Gruppe aus Musiklehrern, Schülern und dem Musikverein „Autrica” hatte für den Festabend in Traunreut ein Konzert zusammengestellt, einen Musikgenuss vom Feinsten.
Dass auch Virovitica seinen Beitrag mit Vertretern seiner Musikschule leistete, beweist, dass eine Kommune gut daran tut, in eine derartige Einrichtung zu investieren. Wenn es dann gilt, die Stadt künstlerisch zu präsentieren, kann man immer aus dem Vollen schöpfen und mit hervorragenden Musikern aufwarten. Sie begeisterten mit einem Konzert von Beethoven, Monti, Withers, The solsonica, Cosseto und einem Medley des Chors „Jan Vlašimsky”.
Alles in Allem waren die tänzerischen und musikalischen Beiträge sehr unterhaltsam und von großartiger Qualität.
Die Freundschaft der Städte Traunreut, Nettuno, Lucé und Virovitica wollte man mit neuen Urkunden erneuern und besiegeln. Die feierliche Unterzeichnung sowie die Einträge in das goldene Buch der Stadt Traunreut folgten dem kulturellen Teil, bevor man mit dem Austausch der Geschenke einen langen Festakt beendete. Obwohl der sorgfältig geplante zeitliche Ablauf deutlich überzogen wurde, empfanden alle Gäste den Abend interessant und unterhaltsam. Zum endgültigen Finale spielte die Blaskapelle Traunwalchen noch das Traunreutlied von Georg Ihmann und Georg Angerer. Schön war’s!
Redaktionelle Hinweise:
Text: Gerti Winkels, Dritte Bürgermeisterin der Stadt Traunreut
Bilder: Foto Gastager, R. Winkler





