Die Kinder der Kindertagesstätte Mariä Geburt sind bereits eingezogen, jetzt wurde das neue Gebäude auch offiziell gesegnet und eröffnet. Seit dem 1. September sind die drei Kindergartengruppen und die neue Krippengruppe in Betrieb. Alle 87 Plätze sind bereits belegt. Rund 300 Gäste nutzten die Eröffnung, um das neue Haus an der Kapellenstraße 7 kennenzulernen.
Schon beim Betreten wird deutlich, was den Neubau besonders macht: Es riecht angenehm nach Holz, die sichtbaren Holzwände und Decken geben den Räumen eine warme Atmosphäre. Dazu kommen viel Licht, großzügige Gruppenräume und zahlreiche Bereiche, in denen Kinder ihren eigenen Interessen nachgehen können. „Geborgenheit und Freiheit sind die Fundamente einer glücklichen Kindheit“, hatte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat ein Zitat von Astrid Lindgren in den Mittelpunkt seiner Eröffnungsrede gestellt. Und genau darum gehe es bei der neuen Kindertagesstätte: einen Ort zu schaffen, an dem sich Kinder sicher fühlen und gleichzeitig die Freiheit haben, zu spielen, zu entdecken und sich zu entwickeln.
Für das Team um Leitung Elisabeth Mühlbacher ist dieser Ort bereits zum Alltag geworden. Der Umzug vom alten Haus in Traunwalchen in die neuen Räume ist problemlos verlaufen und alle sind sehr gut in den neuen Räumen angekommen. Auch die Kinder haben das neue Haus schnell für sich erobert. „Es freut mich sehr, wie gut sich die Kinder und das Team hier in kürzester Zeit eingelebt haben. Nach all den Planungen und Gesprächen ist es einfach schön, zu sehen, wie in den neuen Räumen bereits gespielt, gelacht und gearbeitet wird“, freut sich Hans-Peter Dangschat.
Dass die Kinder sich rundum wohlfühlen, war bei der Eröffnung nicht zu übersehen. Lautstark trugen sie ein Gedicht vor und sangen begeistert das selbstgeschriebene Lied „Hurra, hurra, die neue Kita, die ist da!“
Vom Kindergarten zur Betreuung für die Kleinsten
Mit dem Neubau ist in Traunwalchen nicht einfach ein größerer Kindergarten entstanden. Erstmals gibt es im Ort nun auch eine eigene Krippengruppe. Damit können Kinder vom Kleinkindalter bis zum Ende der Kindergartenzeit direkt in Traunwalchen betreut werden. Die drei Kindergartengruppen „Schmusekatzen“, „Füchse“ und „Marienkäfer“ bieten 75 Plätze, die Krippengruppe „Kleine Eulen“ zwölf weitere. Insgesamt ist die Einrichtung damit bereits vollständig ausgelastet.
Auch räumlich bietet das neue Haus einiges: Neben den Gruppen- und Nebenräumen gibt es ein eigenes Atelier für Kreativangebote, einen Leseraum, ein Vorschulzimmer, einen Turn- und einen Musikraum. Mehrere Küchen ermöglichen es, gemeinsam mit den Kindern zu kochen. Gesunde Ernährung ist dabei ein wichtiger Baustein des pädagogischen Konzepts.
Die Gruppenräume sind bewusst unterschiedlich gestaltet. Ein Piratenschiff, Klettermöglichkeiten und voll ausgestattete Puppenküchen laden zum Spielen und Ausprobieren ein. Dank des teiloffenen Konzeptes können die Kinder zu bestimmten Zeiten alle Räume besuchen und nach ihren Wünschen und Bedürfnissen spielen. Auch für die pädagogischen Fachkräfte wurden gute Arbeitsbedingungen mit Besprechungsräumen, Büros und einem Personalzimmer geschaffen.
Besonders viel Raum für Bewegung bietet der Außenbereich. Unterschiedliche Spielgeräte und ein großer überdachter Sandkasten laden zum selbstständigen Spiel ein. Ein echter Hingucker ist die große, geschwungene Außenrutsche: Sie führt vom ersten Stock direkt in den Garten.
Martin Spörlein, Verwaltungsleiter des Katholischen KiTa-Verbunds Traun-Alz, betonte, dass in das neue Haus ein gewachsenes Team mit viel Erfahrung eingezogen ist und die erfolgreiche Arbeit nun an neuer Stelle fortgesetzt werden kann. „Das neue Gebäude ist ein Lernort, an dem Kinder gefördert werden, Neues entdecken und sicher wachsen können.“
80 Prozent Holz und Energie aus Sonne und Wärmepumpe
Auch baulich setzt die neue Kita Akzente. Rund 80 Prozent der verwendeten Materialien bestehen aus Holz. Die zweigeschossige Kindertagesstätte wurde in Holz-Massiv-Bauweise mit Brettsperrholzwänden errichtet. Sichtbare Holzelemente prägen die Innenräume, das Dach wurde als traditioneller Pfetten- und Sparrendachstuhl ausgeführt.
Auf rund 721 Quadratmetern Grundfläche und zwei Geschossen stehen insgesamt rund 1.081 Quadratmeter Geschossfläche zur Verfügung. Das Gebäude wird durch eine Luft-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage mit bis zu rund 42 kWp Leistung versorgt. Gebaut wurde nach dem Standard eines BEG-Effizienzgebäudes 40.
Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund 6,5 Millionen Euro. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro zugesagt. Die aktuellen Kosten liegen rund fünf Prozent unter der Auftragssumme.
Pfarrer Thomas Tauchert und Pfarrer Constantin Bartok von der Rumänisch-orthodoxen Kirche Traunreut spendeten bei der Eröffnung den kirchlichen Segen. Die beiden trugen sich ebenso wie Architekt Dipl.-Ing. Univ. Johannes Kessner, der Leiter des Kita-Verbundes Traun-Alz Martin Spörlein und die Kita-Leiterin Elisabeth Mühlbacher ins Goldene Buch der Stadt Traunreut ein.
Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Trommlergruppe der Musikschule Traunwalchen unter Leitung von Volker Schöftenhuber. Für das leibliche Wohl sorgte die Jugendsiedlung Traunreut, die künftig auch die Mittagsspeisung für die Kita liefern wird.
Damit ist der Neubau nun auch offiziell eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. „Mit dieser Kindertagesstätte ist ein Ort entstanden, der Kinder und Familien über viele Jahre begleiten soll. Ein Ort, an dem Betreuung, Bildung und Gemeinschaft zusammengehören“, so Dangschat.
Bildunterschrift:

Foto 1: Geschafft, dank einer tollen Teamleistung konnte die Kita Mariä Geburt, am Montag, 28. September feierlich eröffnet werden. V. l. Abteilungsleiterin Planen, Bauen, Umwelt Andrea Koppenwallner, Projektleiter Manuel Teubert, Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Verwaltungsleiter Kita-Verbund Traun-Alz Martin Spörlein, Kita-Leiterin Elisabeth Mühlbacher, Architekt Dipl.-Ing. Univ. Johannes Kessner und Amtsleiter Kinder, Jugend und Bildung Claudio Beilhack zogen alle an einem Strang.

Foto 2: Kinder und Team der katholischen Kindertagesstätte Mariä Geburt fühlen sich schon rundum wohl in den neuen Räumlichkeiten.
