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Gedenkfeier zum Volkstrauertag

18.11.2025

Die Bürgermeister der Stadt Traunreut legen zur Ehre der Verstorbenen einen Kranz am Mahnmal am Rathausplatz nieder.

Mit der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Samstagabend, den 15. November, erinnerte die Stadt Traunreut gemeinsam mit zahlreichen Verbänden und Vereinen an die Opfer von Krieg und Terror sowie in besonderem Maße an die Opfer der Entgiftungsarbeiten der Muna nach dem Zweiten Weltkrieg in Traunreut.

Der Abend begann mit einem feierlichen Kirchenzug, angeführt von der Stadtkapelle Traunreut. Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine und Verbände aus dem gesamten Stadtgebiet, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen sowie der Stadt zogen über den Rathausplatz in die katholische Pfarrkirche Zum Heiligen Erlöser ein. Dort gestalteten der katholische Pfarrer Thomas Tauchert, Jutta Liess von der evangelischen Kirche sowie Pfarrer Constantin Bartok von der rumänisch-orthodoxen Kirche einen ökumenischen Gottesdienst.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Tauchert daran, wie wichtig aktives Erinnern sei: „Es schützt uns davor, den Frieden für selbstverständlich zu nehmen.“ Er verwies auf die sich verändernde weltpolitische Lage und die wachsenden gesellschaftlichen Spannungen und rief dazu auf, sich im Alltag gegen Hass und Gewalt einzusetzen.

Nach dem Segen der Kirchenvertreter begab sich die Gemeinde zum Mahnmal am Rathausplatz, das 1959 errichtet worden war. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat legte dort gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister Reinhold Schroll und dem Dritten Bürgermeister Johannes Danner einen Kranz nieder.

In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Dangschat, wie eng die Geschichte der Stadt Traunreut mit den Ereignissen der Nachkriegszeit verknüpft ist. Insbesondere gedachte er der Menschen, die bei der Entgiftung und Sicherung der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) ums Leben kamen. „Sie haben aus einem Ort des Krieges einen Ort des Lebens geschaffen, nämlich unsere Stadt“, so Dangschat. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ihre Geschichten verstummen und die Lektionen unserer Geschichte vergessen werden.“

Außerdem erinnerte er daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist: „Frieden beginnt mit der Achtung der Würde eines jeden Einzelnen, mit Mitgefühl und mit dem Bewusstsein, dass Gewalt niemals eine Lösung ist.“

Brauchtumsreferent Markus Schupfner von der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK), der die Veranstaltung organisiert hatte, bekräftigte in seiner Rede die Bedeutung des Gedenkens. Anschließend spielte die Stadtkapelle Traunreut „Der gute Kamerad“, die Vereine senkten ihre Fahnen und die Hörpoldinger Böllerschützen feuerten drei Schüsse ab.

Danach zog die Festgesellschaft weiter zum Heimathaus, wo der Abend gemeinschaftlich ausklang.

Bürgermeister Dangschat dankt den teilnehmenden Vereinen und Verbänden, den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen sowie der Stadtkapelle Traunreut für die würdevolle Gestaltung der Gedenkfeier.


Bildunterschriften:

  1. Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beim Gedenkabend zum Volkstrauertag.
  2. Die Bürgermeister der Stadt Traunreut legen zur Ehre der Verstorbenen einen Kranz am Mahnmal am Rathausplatz nieder.
  3. Würdevoller Gedenkabend zum Volkstrauertag in Traunreut mit Fahnenabordnungen, und einem ökumenischen Gottesdienst.
  4. Gedenkabend begann mit einem feierlichen Zug zur katholischen Kirche in Traunreut.

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