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Ein Jubiläum – 10 Jahre DASMAXIMUM in Traunreut

29.07.2021

Neustart im k1 mit einer Soirée anlässlich der Fotoausstellung von Heide Stolz

Menschen dürfen wieder zusammenkommen, gemeinsam feiern – das Leben und die Kultur.  

Im Traunreuter Kultur-  und Veranstaltungszentrum k1 wurde das Kulturprogramm offiziell wieder gestartet. Mit einer Soirée bekam zum einen die Fotoausstellung „Heide Stolz – Grandiose Aussichten“ die verdiente Eröffnungszeremonie, zum andern wurde das 10-jährige Jubiläum des Museum für KunstGegenwart DASMAXIMUM gefeiert.

„Wie sehr fehlten uns solche kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenkünfte und wie schön ist es, dass wir anlässlich der großartigen Fotoausstellung von Heide Stolz, ein gemeinsames Wiedersehen genießen können.“, begrüßte Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat die Gäste, unter denen sich auch Familienmitglieder der 1984 verstorbenen Künstlerin Heide Stolz befanden.

In seiner Rede ging Dangschat auf die 10-jährige Geschichte des Museums ein. 2011 stiftete der international wegweisende Kunstförderer Heiner Friedrich, Sohn des Alzmetallgründers Harald Friedrich, Traunreut das Museum DASMAXIMUM KunstGegenwart – ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Region im Bereich Kunst und Kultur, das Hochkaräter wie Chamberlain, Georg Baselitz, Walter de Maria, Dan Flavin, Imi Knoebel, Andy Warhol, Maria Zerres, Blinky Palermo und Uwe Lausen nach Traunreut holte, betonte das Stadtoberhaupt. Das MAXIMUM habe sich innerhalb von 10 Jahren vom Geheimtipp zur international bedeutenden Institution in der Kunstszene gemausert und somit neue Maßstäbe in unserer Kunst- und Kulturlandschaft gesetzt. Die Kooperation der beiden Kulturinstitutionen DASMAXIMUM und k1 habe sich zur fruchtbaren Symbiose entwickelt, die Kunst- und Kulturgenuss auf höchster Ebene hervorbringe: „Ihrer herausragenden Kompetenz, Ihrem Kunstwissen und dem Feingefühl, dieses Wissen zu vermitteln, verdankt Traunreut den Ruf einer kulturellen Hochburg in der Region und weit darüber hinaus.“, bedankte sich Dangschat bei Dr. Birgit Löffler und ihrem Team.

k1-Chefin Anke Hellmann sieht, wie sie in ihrer Rede klarstellt, die Ausstellung als attraktive Ergänzung zum Kulturprogramm, eine Genres übergreifende Kulturbereicherung. Zwar sei die Ausstellungsfläche nicht groß, dafür aber mit knapp 25.000 Gästen pro Jahr gut besucht. Mit Heide Stolz‘ „inszenierten Theater-Fotografien“ erfahre der Theaterort k1 eine modisch-aktuelle Aufwertung, freut sich Hellmann.

Dass das Werk von Heide Stolz Parallelen zu Traunreut aufweist, stünde außer Zweifel, stellte Dangschat der Ausstellungeinführung von Dr. Maria Schindelegger (seit 2016 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DASMAXIMUM tätig) voran: „Geprägt von der Aufbruchstimmung der 1960er Jahre“ war auch die Entstehungsgeschichte Traunreuts – Heide Stolz wurde 1939 geboren. Und als „modern, visionär, kraftvoll, einprägsam“ ließe sich auch die Stadt Traunreut mit ihrer Wirtschaftskraft ebenso gut wie die Werke von Heide Stolz beschreiben.

In ihrer Rede dankte Dr. Birgit Löffler aufs Herzlichste für 10 Jahre gute Zusammenarbeit und Austausch mit der Stadt Traunreut und ihren Institutionen: „Eines der schönsten Beispiele ist die Kooperation, die wir heute Abend feiern, die ohne die Offenheit und Tatkraft von Anke Hellmann und dem k1-Team sowie die Unterstützung von Bürgermeister Dangschat, kaum möglich gewesen wäre.“, so Löffler. Kunst habe es nicht leicht. Sie bedeute nicht, dass man sich „an etwas Schönem erfreut“. Kunst bedeute Auseinandersetzung mit etwas, das auch spröde sein kann – wenn Kunst und Gesellschaft nicht in spannungsvollem Austausch stünden, weiß Löffler.

Aus dem lebendigen und kurzweiligen Vortrag, mit dem Dr. Maria Schindelegger in die Ausstellung einführte, ragten eben diese Inhalte heraus: Aufbruchsstimmung in der Kunstszene der 60er, große Vielseitigkeit im Schaffen, intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und eigene Schicksalsschläge als Spannungsfeld für innovative Kunstkreation und Inspiration zur künstlerischen Reifung. Heide Stolz Zitat, „Für mich gibt es nur eine Wahl: das Leben als Kunstwerk“, wirft ein buntes Schlaglicht auf ihr Oeuvre.

Die musikalische Begleitung der Soirée gestaltete der 18jährige Syrer Kais Alsamman, der seit 2016 in Deutschland lebt. Alsammans ausdruckstarke Rap-Eigenkompositionen fügten sich ins Thema: Wie Heide Stolz kriegsgeprägte Künstlerbiografie, rüttelt auch seine Musik als Verarbeitung von Kriegserlebnissen auf und regt zum Nachdenken an.

Die Fotoausstellung ist bis voraussichtlich Ende des Jahres im k1 zu besichtigen. Das komplette Kulturprogramm für die künftigen Monate ist auf der Internetseite des k1 unter www.k1-traunreut.de einzusehen.



von links: Dr. Maria Schindelegger, Anke Hellmann, Kais Alsamman, Dr. Birgit Löffler – Bild: Kirsten Benekam

Videobeitrag zur Soirée Ausstellung Heide Stolz “Grandiose Aussichten”:

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