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Appell an alle Bürgerinnen und Bürger

26.03.2020

Die Corona-Epidemie bedroht auch unsere Stadt und unsere Region.

Traunreut Bürgermeister Grußwort Corona Gemeinsinn
Bürgermeister Klaus Ritter appelliert an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Traunreut.

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bei den ersten „Webasto-Fällen“, im Januar 2020, sind wir in unserem Landkreis schon sehr früh mit Corona konfrontiert worden. Glücklicherweise konnten unsere Mitbürger aus Siegsdorf umfassend im Trostberger Krankenhaus therapiert werden.

Damit sich solche Fälle und eine weitere Ansteckung nicht wiederholt oder ausbreitet, sind wir nun alle gefordert. Zum Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger und besonders auch mit Rücksicht auf unsere älteren Menschen, die gegebenenfalls aufgrund einer Vorerkrankung zur Risikogruppe gehören.

Wir stehen – da sind sich Virenexperten und Epidemiologen sicher – erst am Anfang einer dramatischen Entwicklung. Wenn wir gemeinsam eine Eindämmung der Epidemie erreichen wollen, so geht dies nur, wenn die einschneidenden Maßnahmen, die von Bund und Land beschlossen wurden, auch entschlossen umgesetzt werden.

Diese Aufgabe trifft in erster Linie die kommunale Ebene. Hier müssen die – oft mehr als unangenehmen Entscheidungen – umgesetzt werden. Mit den getroffenen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten sind wir auf einem guten Weg. Dieser kann aber nur erfolgreich sein, wenn wir ihn alle mitgehen und bedingungslos die unvermeidbaren Maßnahmen akzeptieren. Es wird wenig helfen, wenn wir unsere bisherigen Lebensgewohnheiten nicht umstellen.

Deshalb appelliere ich an Sie:

Halten Sie die Empfehlungen zur persönlichen Sicherheit und Vorbeugung ein, vermeiden Sie soziale Kontakte, wahren Sie im persönlichen Umgang Distanz (mind. 2 m Abstand) und bleiben – wenn möglich – zu Hause.

Ich appelliere aber auch an Ihren Gemeinsinn: Denken Sie an die Schwächeren in unserer Gesellschaft und bleiben in Ihrem Handeln fair. Gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme zählen mehr als egoistisches Verhalten, Rücksichtlosigkeit und Hamsterkäufe. Es ist erschreckend, miterleben zu müssen, dass Gegenstände des täglichen Bedarfs so im Übermaß „gehamstert“ und gehortet werden, dass die Regale in den Supermärkten leer sind und Toilettenpapier zur Mangelware wird.

Was aber für mich noch wichtiger ist: Umgehen Sie die Veranstaltungs- und Versammlungsverbote nicht. Wenn wir uns diszipliniert verhalten, haben wir eine Chance, dass in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen wieder Normalität einkehren kann.

Denken Sie an Ihre Nachbarn, Freunde, an Ihre Familien, die möglicherweise Hilfe benötigen. Beim Einkaufen, Besorgungen oder auch Unterstützung beim Arztbesuch.

Meine Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, von denen viele in den letzten Tagen sehr oft fast rund um die Uhr tätig waren, werden auch in Zukunft alles versuchen, um gemeinsam mit Ihnen die Krise zu bestehen und Sie zu unterstützen. Lassen Sie uns solidarisch handeln, den Mut nicht verlieren und gemeinsam unser Bestes geben.

Und auch ich, der ich „eigentlich im Wahlkampf zur Stichwahl stehe“, arbeite momentan und vorranging an Ihren, unseren Themen zur Bekämpfung der Ausbreitung. Nur wenn wir uns alle auf die Gemeinschaft, auf Solidarität besinnen, nicht nur an uns denken, unsere sicherlich berechtigten persönlichen Sorgen für einen Moment hinten an stellen, werden wir es gemeinsam schaffen.

Ich habe größten Respekt vor den Ärzten, dem Pflege- und Krankenhauspersonal, den Menschen die für unsere tägliche Daseinsfürsorge, wie der Handel, dem gesamten Rettungswesen und ebenso der Polizei, die sich tagtäglich dieser Aufgabe mutig stellen zu unser aller Schutz und Sicherheit.

In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Wünschen für Sie alle. Bleiben Sie gesund!

Ihr Klaus Ritter, Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut


Kontakt

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