Aktuelle Meldungen aus der Musikschule

Junge Talente setzen starke Akzente

13.07.2026

Breitgefächertes Konzertprogramm in der Aula der Calr-Orff-Schule Traunwalchen

Zeitungsbericht vom Mittwoch, 1. Juli 2026 – Traunreuter Anzeiger – verfasst von Gabi Rasch

Traunwalchen. Das Jahreskonzert der städtischen Sing- und Musikschule Traunwalchen stellt Jahr für Jahr einen musikalischen Höhepunkt im Juni dar. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in der Aula der Carl-Orff-Schule Traunwalchen ihr beeindruckendes Können und sorgen für Abwechslung an einem Abend, der das Publikum begeistert. Auch in diesem Jahr überzeugten sie mit ihrem bisher Erlernten. Das breit gefächerte Konzertprogramm ermöglichte dem Publikum einen Einblick in die Arbeit der Musikschule und zeigte die Ergebnisse des vergangenen Unterrichtsjahres. Für die „Früchte ihrer Arbeit“ ernteten Schüler und Lehrer großen Applaus.

Die Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker präsentierten dabei solistisch und in verschiedenen Ensembles ihr musikalisches Können mit Beiträgen aus unterschiedlichen Stilrichtungen – von Blackwell über Vivaldi bis hin zu Eric Clapton. Zur Einstimmung spielte ein Bläserensemble von Manfred Berger, ehe der jüngste Streicher-Nachwuchs namens Kinderklang unter der Leitung von Nelson Diaz mit drei Stücken die Bühne eroberte. Beim neuen Kinderklang-Projekt gilt es zwischen Kinderklang A und B zu unterscheiden. Wie Nelson Diaz erklärte, sei Kinderklang B im Februar dieses Jahres gestartet und arbeite intensiv an den Grundlagen. Kinderklang A sei bereits fortgeschritten. Im Mittelpunkt stehe das gemeinsame Hören. Intonation, Tempo und Zusammenspiel müssten Schritt für Schritt entwickelt werden.

Viel Beifall erhielt auch Josefine Maier für das Concerto G-Dur Largo cantabile – Allegro assai. Die junge Geigerin wurde von ihrem Musiklehrer Alexander Krins am Flügel begleitet. Mit dem ersten Satz aus der Romberg-Sonate in e-Moll stellte auch die Cellistin Emma Brenner mit Klavierbegleitung ihr musikalisches Geschick unter Beweis.

Alpenländische Klänge – „Wann du durchgehst durchs Tal“ – streute ein Posaunen-Ensemble unter der Leitung von Thomas Baur ein, ehe das Duo Moriz (Diatonische) und Leon Graß (Gitarre) Lust auf bodenständige Volksmusik machte. Die Brüder verfügen über ein außerordentliches musikalisches Gespür und Taktgefühl, wie sie mit den Stücken „Mein Heimatland“ und dem Sommernachtswalzer unter Beweis stellten. Dass sich Leon auf Barockmusik versteht, demonstrierte der Schüler mit der Bourrée aus der Suite e-Moll BWV 996, einem beliebten Tanzsatz für Gitarre von Johann Sebastian Bach.

Mit dem bekannten Tango „La Cumparsita“ forderte Letizia Ghimici mit dem Akkordeon das Publikum zum Tanz auf, während die Gitarrenschüler von Barbara Sprüderer die Zuhörer mit Stücken aus der „Wüstensuite“ von Harry Jäger in die orientalische Welt der Beduinen und Schlangenbeschwörer entführten. Eine enorme konditionelle Leistung verlangte das Konzert für Posaune von Nikolai Rimski-Korsakow der Interpretin Josepha Mannhardt ab. Die begabte Schülerin von Thomas Baur wurde von der Musiklehrerin Roswitha Huber am Flügel begleitet.

Mit dem mitreißenden Stück „Daisy“ des deutschen Jazz-Unterhaltungsmusikers und Komponisten Heinz Both sorgte Elias Karban in Begleitung des Musikschulleiters Josef Mayer für swingenden Klarinettensound in der gut temperierten Aula. Selbstbewusst präsentierten sich auch die Geigerin Lola Kuschmann mit „The Boy Paganini“ des amerikanischen Komponisten Eduard Mollenhauer sowie das Streicherquartett der Klasse Regine Schmitt-Welsch. Das Streicherquartett spielte unter anderem ein Menuett von Georg Friedrich Händel.

Moderne und südamerikanische Rhythmen wurden zum Schluss des rund zweistündigen Konzerts angeschlagen. Die Gitarristin Mariella Bosch machte den Anfang mit dem Softrock-Song „Wonderful Tonight“ des britischen Musikers Eric Clapton. Auf die Ballade aus dem Jahr 1977 folgte das Gitarrenorchester Chieming mit Musik aus Peru, Chile und Venezuela. Die pop.com-Band rundete die modernen Klänge mit „Californication“ ab, und die „Drumliner“ um Volker Schöftenhuber setzten mit „Eleven“ und „March for 2 Drums“ mit einem mächtigen Trommelwirbel noch eins drauf. Stürmischer Applaus setzte den Schlusspunkt unter ein wunderbares Konzert, das sowohl mit der Auswahl der Stücke als auch mit dem Können der Musiker eindrucksvolle Akzente setzte.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Preisträgerinnen Josefine Maier und Emma Brenner von „Jugend musiziert“ geehrt. Josefine Maier (Violine) und Emma Brenner (Cello) haben im Trio mit Alicia Pfaffinger (Violine) beim diesjährigen Regionalentscheid in der Kategorie Kammermusik für gemischte Streichinstrumente der Altersgruppe 3 einen 1. Preis gewonnen. Dafür gab es aus den Händen des Fördervereinsvorsitzenden der Musikschule, Hans Jobst, jeweils einen Gutschein. Unter den Gratulanten und Zuhörern waren auch die Bürgermeister der Zweigstellen Nußdorf und Chieming, Toni Wimmer und Stefan Reichelt. Traunreuts Stadtoberhaupt Hans-Peter Dangschat gratulierte ebenfalls und sagte kurz und knapp: „Wir sind stolz auf euch.“

Gabi Rasch

Konzert der Bläsergruppen der Musikschule Traunwalchen

Über 60 junge Bläser sorgten für ein beeindruckendes Finale des Musikschuljahres

Mit einem großen gemeinsamen Konzert ging an der Sing- und Musikschule Traunwalchen das Bläserjahr zu Ende. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Grundschule Traunwalchen trafen sich alle Bläsergruppen der Musikschule zu einem abwechslungsreichen Abschlusskonzert.

Mit dabei waren die Jugendblaskapelle Traunwalchen („Gelbhemden“) unter der Leitung von Manfred Berger, die Bläserbande Traunreut als Kooperation mit der Stadtkapelle Traunreut sowie die Bläserklasse Chieming, beide unter der Leitung von Thomas Baur. Ebenfalls auf der Bühne standen die Bläserklasse Nußdorf unter der Leitung von Andreas Niedermeier, die Querflötenschüler von Nicole Becht sowie eine Saxofongruppe von Josef Mayer.

Jede Gruppe präsentierte rund fünf Musikstücke und zeigte dabei, was im Laufe des Schuljahres erarbeitet wurde. Besonders beeindruckend war das Niveau der beiden Bläserklassen aus Chieming und Nußdorf, die erst in diesem Schuljahr gestartet sind. Bereits nach wenigen Monaten war deutlich zu hören, wie gut sich die jungen Musikerinnen und Musiker entwickelt haben.

In der Pause sorgte der Förderverein der Musikschule mit Grillwürsten und Getränken für die Verpflegung der zahlreichen Besucher. Die lockere Atmosphäre lud zum Verweilen und zu vielen Gesprächen ein.

Den Höhepunkt bildete das große Gemeinschaftsspiel zum Abschluss. Mehr als 60 Bläserinnen und Bläser musizierten gemeinsam die Sternpolka. Ein buntes Bild bot sich dabei auf der Bühne: Die gelben, grünen und blauen T-Shirts der verschiedenen Ensembles machten sichtbar, wie viele Kinder und Jugendliche inzwischen in den Bläsergruppen der Musikschule aktiv sind. Der gemeinsame Schlussklang wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie erfolgreich die Zusammenarbeit der Musikschule mit den örtlichen Blaskapellen und Musikvereinen funktioniert. Gemeinsam wird jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit gegeben, schon früh im Ensemble zu spielen und Schritt für Schritt in die Vereinsmusik hineinzuwachsen.

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