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Neue Rumänisch-Orthodoxe Kirche in Traunreut wurde geweiht

Pfarrer Iconom Stavrofor Constantin Reinhold Bartok erhält Medaille „Traunreut dankt“
Feierliche Einweihung der neuen Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Traunreut

Am 10. Mai 2018, dem katholischen Feiertag Christi Himmelfahrt, wurde die neue Rumänisch-Orthodoxe Kirche in Traunreut in der Siebenbürgener Straße feierlich geweiht. Seine Excellenz Dr. Serafim Joanta, Erzbischof der Rumänisch Orthodoxen Erzdiözese von Deutschland, Österreich und Luxemburg und zugleich Rumänisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland und Zentral- und Nordeuropa weihte Kirche und Altar.

 

Vor zwei Jahren im Mai 2016 fand der Spatenstich für die neue Kirche, die in typischer Holzbauweise gebaut werden sollte, statt. Ein Herzenswunsch von Pfarrer Iconom Stravrofor Constantin Reinhold Bartok und seiner Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde ging damit in Erfüllung. Mit außerordentlichem Engagement des Pfarrers und großzügigen Spenden zahlreicher Mitglieder der Pfarrgemeinde und sogar darüber hinaus, konnte das Gotteshaus errichtet werden. Nun ist es fertig ausgestattet und wurde feierlich eingeweiht. Seine Excellenz Erzbischof Dr. Serafim Joanta ging in seiner Predigt auf die Bedeutung der neuen Kirche ein. Sie steht unter dem Patronat der HEILIGEN DREI HIERARCHEN Basilius des Großen, Gregor des Theologen und Johannes Chrysostomos aber auch einer Ortsheiligen, nämlich der seligen Irmgard vom Chiemsee. Als orthodoxe Kirche von Traunreut solle sie über die Jahre und Zeiten hinweg eine Brücke zwischen den geografischen Regionen Rumäniens und Bayerns darstellen. Der Erzbischof betonte: „Ich bin überzeugt davon, dass diese Kirche eine immer größere Zahl von Gläubigen anziehen wird, die in ihr Trost an Leib und Seele finden werden. Im Holz dieser Kirche stecken Seele und Herzblut aller, die zum Bau und zur schmuckvollen Ausgestaltung beigetragen haben." Der Dank des Metropoliten galt auch den „katholischen und evangelischen Brüdern und Schwestern, die uns hier von Anfang an mit geschwisterlicher Liebe aufgenommen haben und uns ihre Kirchen für Gottesdienste zur Verfügung gestellt haben." Die orthodoxen Rumänen seien sehr aufgeschlossen für den ökumenischen Dialog und nähmen an jedem ökumenischen Treffen in dem Bewusstsein teil, dass die Menschen sich nur im Dialog kennenlernen. Als Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste zur Entstehung der neuen Kirche überreichte der Metropolit ein Ehrenkreuz an Pfarrer Constantin Bartok verbunden mit dem Titel "Stavrofor". Der Iconom trägt als unterscheidendes Merkmal einen roten Gürtel und das Ehrenkreuz und zu den Gottesdiensten das Epigonation. Der Rang des Iconom Stavrofor wird vom Eparchial-Hierarchen in einer Sitzung des Ständigen Amts des Eparchial-Rates ernannt, das Epigonation ist ein liturgisches Kleidungsstück orthodoxer und unierter Ostkirchen des byzantinischen Ritus.

 

Bürgermeister Klaus Ritter erzählte von den zahlreichen Besuchen von Pfarrer Bartok seit Beginn seiner Amtszeit, der regelmäßig „nur mal so auf einen Sprung" zu ihm ins Rathaus gekommen sei und dabei zufällig immer wieder das Thema "eigene Kirche" zur Sprache gebracht und um Unterstützung gebeten habe. Das städtische Grundstück, auf dem die Holzkirche nun steht, wurde nach Worten des Bürgermeisters schon im Jahr 2000 als „kirchlicher Bedarfsgrund" festgelegt, war allerdings ursprünglich für den Bau eines katholischen Kindergartens gedacht. Die traditionelle Holzkirche bezeichnete das Stadtoberhaupt als etwas „ganz Besonderes und große Ehre für Traunreut". Als Geschenk der Stadt wurden schon vor der Weihefeier fünf Rosen der Art „Rosa Damascena" vor dem Gotteshaus gepflanzt, sie symbolisieren Reinheit und Liebe und die Freude über das Dasein der neuen Kirche.

Als Zeichen der besonderen Anerkennung überreichte der Bürgermeister außerdem die Medaille „Traunreut dankt" mit Urkunde an Pfarrer Iconom Stavrofor Constantin Reinhold Bartok, der mit starkem und zielstrebigem Willen das fast Unmenschliche geschaffen und diese Kirche errichtet habe. „Sie haben uns gezeigt, was mit Liebe und Kraft möglich ist", so Klaus Ritter. Der Pfarrer sowie der Bischof und weitere Ehrengäste trugen sich daraufhin ins Goldene Buch der Stadt ein.

 

Für den Landkreis sprach der stellvertretende Landrat Andreas Danzer ein Grußwort und nannte die Weihe „ein wahrhaft historisches Ereignis". Neben wertvollem Kulturgut wie Kloster Baumburg, Maria Eck und vielen weiteren prachtvollen christlichen Bauten stelle die rumänisch-orthodoxe Kirche in Traunreut nun eine weitere Bereicherung im Landkreis dar. Danzer hob hervor: „Ich wünsche mir, dass diese Kirche ein Symbol ist dafür, dass wir auch im 21. Jahrhundert Vertrauen in das christliche Fundament haben dürfen, auf dem unsere Werte beruhen, und dass wir unser Leben mit großem Selbstvertrauen und froher Zuversicht leben dürfen."  Einige Jahre lang war die rumänisch-orthodoxe Gemeinde zu Gast in der evangelischen Pauluskirche in Traunreut und Pfarrer Stefan Hradetzky bedankte sich bei Pfarrer Bartok für diese gute gemeinsame Zeit.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil waren die Gäste der Weihefeier zum Essen in den katholischen Pfarrsaal geladen, wo der rumänische Trachtenverein Traunreuts traditionelle Tänze aufführte und auch die Besucher fröhlich das Tanzbein schwangen.

 

Text: Pia Mix und Büro des Bürgermeisters der Stadt Traunreut

Bilder: Stadt Traunreut (Foto Gastager, R. Winkler) und Pfr. Bartok

 

Grossansicht in neuem Fenster: Neue Rumänisch-Orthodoxe Kirche von außen

Grossansicht in neuem Fenster: Kircheninnenraum mit Altar

Grossansicht in neuem Fenster: Seine Exellenz Bischof Dr. Serafim Joanta
Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrer Bartok bekommt Segen bei Brustkreuz-Verleihung
Grossansicht in neuem Fenster: Seine Excellenz Dr. Serafim Joanta und Pfarrer Iconom Stravrofor Constantin Reinhold Bartok
Grossansicht in neuem Fenster: Bgm Ritter mit den Geistlichen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche
Grossansicht in neuem Fenster: Ev.-Lu. Pfarrer Hradetzky
Grossansicht in neuem Fenster: Rede Stv. Landrat Danzer
Grossansicht in neuem Fenster: Urkunde Traunreut dankt für Pfarrer Bartok
Grossansicht in neuem Fenster: Eintrag ins Goldene Buch Pfr. Bartok Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrer Bartok Grossansicht in neuem Fenster: Kirchturm

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