Häufig sieht man bei den Zufahrten in Wohngebieten das große blaue Verkehrszeichen, auf dem spielenden Kindern dargestellt werden, umgangssprachlich auch als „Spielstraße“ bezeichnet. Aber was bedeutet es? Und welche Regeln gibt es? Um darauf und damit auch auf den Wunsch mehrerer Bürgeranfragen einzugehen, hat die Stadt zusammen mit der Verkehrspolizei eine Aufklärungskampagne für den verkehrsberuhigten Bereich initiiert.

„Sowohl in den Telefonsprechstunden wie auch bei anderen Gelegenheiten wurde ich von Anwohnern aus dem Wohngebiet mehrfach angesprochen, ob wir nicht etwas gegen die überhöhte Geschwindigkeit einiger Autofahrer machen können. Mit dieser Aktion, den Flyern und Plakaten möchten wir sensibilisieren, damit mehr Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer genommen wird. Einigen Autofahrern sind die Besonderheiten des verkehrsberuhigten Bereiches gar nicht wirklich bewusst. Und hier möchten wir ansetzen. Wir möchten aufklären und an die Vernunft appellieren.“ erläutert der Erste Bürgermeister Hans-Peter Dangschat die Kampagne. „Ganz herzlich möchte ich der Polizei für ihre Unterstützung danken. Sie stellen nicht nur heute mit uns die Aktion vor, sondern werden auch in den kommenden Wochen zusammen mit den Mitarbeitern unseres Ordnungsamtes Aktionstage in dem Bereich durchführen.“ so Dangschat weiter.

Die Polizeibeamten Michael Doppelberger und Uwe Feigt vom Dienststellenverbund Trostberg-Traunreut stellen die Besonderheiten und deren Bedeutung nochmals vor: „Im verkehrsberuhigten Bereich geht es vorrangig um die Schwächeren im Straßenverkehr. Und das sind die Kinder. Das wichtigste ist die Geschwindigkeit. Hier in dem Bereich gilt Schrittgeschwindigkeit und das sind 7 bis maximal 10 km/h. Außerdem müssen die Autofahrer auf Kinder und Fußgänger besondere Rücksicht nehmen, denn diese dürfen die Straße zum Spielen, Radfahren, Rollerfahren usw. benutzen.“ verdeutlicht Michael Doppelberger. Sein Appell an die Autofahrer: „Runter vom Gas!“

Die Stadt hat in dem gesamten Quartier bis zu 60 Plakate aufgestellt, die auf die Schrittgeschwindigkeit hinweisen. Dazu wurden Flyer an alle Haushalte verteilt, die sowohl das Gebiet darstellen, welche Straßen der Bereich umfasst und welche Verkehrsregeln gelten. Der verkehrsberuhigte Bereich definiert sich darin, dass dort

Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich auf die Straße einfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. In der Praxis heißt das, er muss allen anderen – auch Fußgängern und Radfahrern Vorfahrt bzw. Vorrang gewähren.

Die Stadt plant künftig weitere solche Aktionen in problematischen Bereichen. Das Ziel ist, damit ein Bewusstsein für die jeweiligen Besonderheiten zu schaffen, zu sensibilisieren und präventiv Unfälle zu vermeiden.


Video zur Eröffnung der Verkehrskampagne:

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Plakat Verkehrskampagne