In der Sonnenschule Sankt Georgen wurde extra ein Raum für die bereits zusammengetragenen Schätze bereitgestellt, die mittlerweile einen soliden Grundstock für die zeithistorische Sammlung Schupfners bilden. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat konnte sich vor Ort einen Überblick über die Exponate machen.

Feldpostbriefe, die von Soldaten in die Heimat geschrieben wurden, bäuerliche Gegenstände, die von einst mühevoller Arbeit Zeugnis geben, Fahnenstandarten, die den kirchlichen Feiertagen im Jahresablauf einen festlichen Rahmen verliehen und vom Zugehörigkeitsgefühl zu einem Verein zeugten – all dies sind Dinge, die mehr vom Alltagsleben in früheren Zeiten erzählen als es wohl so manches prunkvolle Schmuckstück in einem Museum vermag.

Der Referent für Brauchtum präsentierte das allererste Objekt der Sammlung – die schmucke Standarte des Radsportvereins Concordia. Er wusste dazu zu berichten, dass aus dem Verein letztendlich der TSV Stein-St.Georgen hervorgegangen sei. Dass es zu jedem der Stücke eine Geschichte oder einen persönlichen Bezug gibt, macht die Sammlung erst richtig lebendig: Alte landwirtschaftliche Gerätschaften wie „Rossgeschirr und Flachsbrecher“ habe man von einem Gehöft in Roidham bekommen, erklärt Schupfner. Eine Holzscheibe mit den vielen Jahresringen der historischen Dorflinde in Haßmoning bildet ein weiteres Prachtstück der Sammlung.

Bei der Betrachtung der vielen alten Schwarzweißfotografien von Gehöften, feierlichen Zusammenkünften, von Ortsansichten, oder auch vom Straßenbau werden Erinnerungen an vergangene Zeiten wachgerufen. Dies gilt gleichermaßen für all die Festschriften und auch die Burgbriefe, die unter anderem vom Verein Freunde der Burg Stein e.V. zur Verfügung gestellt wurden.

Schupfner bedankt sich in einem Kurzvideo bei der Bevölkerung für die Unterstützung und die Beteiligung an diesem Projekt. Privatpersonen haben ganze Fotosammlungen abgegeben, zum Teil werde hier nachgeforscht, welche Personen auf den Bildern abgebildet sein könnten. Ebenso wurden bereits manche der Bilder digitalisiert um sie so der Nachwelt zu erhalten.

Bürgermeister Dangschat sprach Schupfner und Mix seinen herzlichen Dank für die „spannende Führung“ sowie für das ehrenamtliche Engagement der beiden aus: „Die Bewahrung und Sicherung solcher Gegenstände für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist eine wichtige kommunale Aufgabe.“

Die Exponate werden zunächst weiterhin in der Sonnenschule aufbewahrt. Es können weiterhin Dachbodenschätze und andere Fundstücke bei Markus Schupfner oder Pia Mix abgegeben werden.

Präsentation Archivgüter Sonnenschule
Freie Journalistin Pia Mix, Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und Brauchtumsreferent Markus Schupfner vor historischen bäuerlichen Arbeitsgeräten.
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